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Der Euro und das britische Pfund haben sich heute mit der Mean Reversion-Strategie recht gut entwickelt. Ich habe den japanischen Yen mit Momentum gehandelt, und er zeigte eine deutliche Aufwertung gegenüber dem US‑Dollar.
In der ersten Tageshälfte reagierte der Euro mit Kursgewinnen auf die Nachricht, dass sich die Inflation in Deutschland im Juni auf 2,8 % beschleunigt hat. Der Verbraucherpreisindex spiegelt das Tempo des Preisanstiegs wider und beeinflusst direkt die Erwartungen in Bezug auf die Geldpolitik der EZB, da mit höherer Inflation auch die Argumente für einen restriktiveren Kurs der Zentralbank stärker werden. Aus diesem Grund reagierte die Gemeinschaftswährung auf die Beschleunigung mit Aufwertung. Hinter der Schlagzeile verbirgt sich jedoch ein wichtiges Detail, das die Interpretation des Berichts verändert. Der Grund für die Beschleunigung ist klar: Den größten Beitrag leisteten die Kraftstoffpreise, die um ganze 11,2 % zulegten. Gleichzeitig lag die Kerninflation lediglich bei 2,4 %, was bedeutet, dass der Anstieg ausschließlich energiegetrieben war.
Die Kernrate gilt als genauerer Indikator für den anhaltenden Preisdruck, und ihr verhaltener Wert zeigt, dass es keine grundlegende Beschleunigung der Preise gegeben hat und der Anstieg vollständig auf höhere Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Für die EZB ist dies ein ungünstiges Signal, da der Energieschock in die Statistiken der größten Volkswirtschaft des Währungsraums zurückkehrt – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Zentralbank auf eine anhaltende Desinflation gesetzt hatte.
Der Markt wartet nun auf deutlich wichtigere Daten aus den Vereinigten Staaten, nämlich den Verbraucherpreisindex und dessen Kernrate, die Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert. Der Verbraucherpreisindex gibt das Tempo der Inflation wieder und gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für die Fed, da die Preisentwicklung darüber entscheidet, ob die Zentralbank die Geldpolitik strafft oder lockert. Die Kernrate wird als noch bedeutender angesehen, weil sie volatile Komponenten ausblendet und damit ein genaueres Bild des zugrunde liegenden Preisdrucks vermittelt.
Die Bedeutung dieses Berichts für den Dollar lässt sich kaum überschätzen. Ein deutlicher Anstieg der Inflation würde die Argumente für einen restriktiveren Kurs der Fed stärken, die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben treiben und den Dollar stützen. Eine schwächere Zahl hingegen würde die Erwartungen weiterer geldpolitischer Straffungen dämpfen und die Unterstützung für die Währung verringern. Daher wird der Markt genau beobachten, wie stark der tatsächliche Wert von der Prognose abweicht.
Fallen die Daten robust aus, werde ich mich auf die Momentum-Strategie stützen. Bleibt eine nennenswerte Marktreaktion auf die Veröffentlichung aus, werde ich weiterhin die Mean-Reversion-Strategie anwenden.
Für EURUSD
Für GBPUSD
Für USDJPY
Für EURUSD
Für GBPUSD
Für AUDUSD
Für USDCAD
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