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In der vergangenen Woche hat der Dollar ein ganzes Bündel von Geschenken vom Schicksal erhalten. Zunächst nahm die Federal Reserve eine deutlich restriktivere Haltung ein, als der Markt erwartet hatte, und anschließend flammte der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Nahen Osten wieder auf, wodurch das Abkommen zwischen Iran und den USA gefährdet wurde. Die Verhandlungen zur Nuklearfrage zwischen Teheran und Washington sind erwartungsgemäß gescheitert. In der Folge begann der Markt, mit einer Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges im Nahen Osten zu rechnen. Entsprechend dürfte sich die Inflation weiter beschleunigen, und die Fed wird gezwungen sein, die Zinsen mehr als nur einmal anzuheben. All diese Faktoren, die zunächst alles andere als offensichtlich waren, führten zu einer steigenden Nachfrage nach der US‑Währung. Die Dollarstärke hat die Wellenmuster der Instrumente EUR/USD und GBP/USD zwar verkompliziert, doch es ist nichts Schlimmes oder Außergewöhnliches geschehen. Sollten jedoch weiterhin Nachrichten dieser Art aus dem Nahen Osten kommen, könnte die Nachfrage nach dem US‑Dollar weiter zunehmen. In diesem Fall wird Welle C eine ausgeprägter verlängerte Form annehmen.
In der kommenden Woche stehen in den USA einige interessante Ereignisse an: der Kern-PCE-Index, die Veränderung der Auftragseingänge für langlebige Güter sowie die endgültige BIP-Schätzung für das erste Quartal. Sämtliche Veröffentlichungen erscheinen am selben Tag und zur gleichen Zeit. Daher wird der Markt über weite Teile der Woche erneut die geopolitische Nachrichtenlage verfolgen. Wie sich die Ereignisse im Nahen Osten entwickeln werden, ist nicht absehbar. Ebenso wenig lässt sich vorhersagen, ob der Konflikt zwischen Israel und dem Libanon kurzfristig endet und damit das Abkommen zwischen Iran und den USA erhalten bleibt. Noch weniger lässt sich einschätzen, ob die Angriffe Israels auf den Libanon den Konflikt zwischen den USA und Iran wieder anfachen werden. Folglich werden die Marktteilnehmer erneut gezwungen sein, in Echtzeit auf alle eingehenden Nachrichten zu reagieren und dabei sorgfältig Hintergrundrauschen auszublenden. Meiner Ansicht nach ist das Aufwertungspotenzial der US‑Währung begrenzt; allerdings weiß ich nicht, wie sich der Konflikt im Nahen Osten weiterentwickeln wird.
Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem Aufwärtstrendabschnitt befindet (unteres Chart), während es kurzfristig in einem Abwärtssegment notiert, das sich seinem Ende nähern könnte. Meiner Einschätzung nach ist es derzeit durchaus attraktiv, über den Aufbau von Long-Positionen nachzudenken, allerdings könnte das Instrument innerhalb der Welle C noch unter die 1,14er‑Marke fallen. Sollte sich diese Annahme bestätigen, wäre es ratsam, mit Neueinstiegen noch etwas zu warten. Ich gehe davon aus, dass der Markt auch die Straffung durch die Europäische Zentralbank sowie die Möglichkeit berücksichtigen wird, dass der geopolitische Konflikt zwischen Iran und den USA in absehbarer Zeit zu Ende gehen könnte.
Die Wellenstruktur für GBP/USD ist klarer geworden. Derzeit hat das Instrument drei Wellen nach unten ausgebildet, während EUR/USD bereits fünf Wellen gebildet hat. Folglich könnte sich das britische Pfund auf den Aufbau einer korrektiven Struktur beschränken, und beide Währungspaare könnten beginnen, neue Aufwärtssegmente des Trends auszubilden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies lediglich eine Annahme, aber eine durchaus wahrscheinliche. Falls sie sich bewahrheitet, wird das Instrument mit Zielzonen um die 1,35er‑Marke und darüber zu steigen beginnen. Marktteilnehmer haben derzeit eine gute Gelegenheit für Käufe.
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