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In der vergangenen Woche blieb es in Bezug auf die neuseeländischen Makrodaten relativ ruhig. Nach der Sitzung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) gab es keine wesentlichen neuen Informationen, und die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf den anstehenden BIP-Bericht für das erste Quartal.
Insgesamt zeigen Neuseelands wichtigste Konjunkturindikatoren wie Einzelhandelsumsätze und Außenhandel weiterhin Stabilität. Allerdings haben die in der vergangenen Woche veröffentlichten Daten zum Bausektor im ersten Quartal das Gesamtbild verändert. Ein deutlicher Rückgang der realen Bauaktivität um 3,5 % gegenüber dem Vorquartal kam überraschend und stand im Gegensatz zu den Erwartungen eines kräftigen Wachstums.
Infolgedessen senkte BNZ seine Prognose für das BIP-Wachstum im ersten Quartal von zuvor 0,9 % auf 0,7 % gegenüber dem Vorquartal. Es besteht das Risiko weiterer Abwärtsrevisionen, falls die anstehenden Daten zum verarbeitenden Gewerbe, zum Großhandel und zum Dienstleistungssektor keine positive Dynamik erkennen lassen.
Vor diesem Hintergrund fällt der starke Anstieg der im April erteilten Baugenehmigungen für Wohnimmobilien besonders auf. Die Zahl legte gegenüber dem Vormonat um 10,9 % und im Jahresvergleich um beeindruckende 52,7 % zu. Dieses Ergebnis war eine unerwartet positive Überraschung und stand in deutlichem Gegensatz zu den Daten zur fertiggestellten Bautätigkeit.
Es sei daran erinnert, dass die jüngste Sitzung der RBNZ Meinungsunterschiede innerhalb des Monetary Policy Committee aufgezeigt hat, da drei der sieben Mitglieder für eine Zinserhöhung stimmten. Der Markt preist derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit drei Zinsschritte bis zum Jahresende ein. Die BIP-Daten könnten diese Erwartungen entweder untermauern und den New Zealand Dollar (Kiwi) stützen oder umgekehrt die negative Stimmung verstärken.
Das wichtigste Ereignis des heutigen Tages wird die Veröffentlichung des US-Inflationsberichts für den Mai sein. Prognosen deuten auf einen Anstieg der Gesamtinflation von 3,8 % auf 4,2 % und der Kerninflation von 2,8 % auf 2,9 % hin. Sollten sich diese Erwartungen bestätigen, würde dies Käufern des US-Dollar zusätzlichen Rückenwind geben.
Es gibt jedoch einen wichtigen Nuancenpunkt. Die Rendite 5-jähriger Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS) ist kontinuierlich gefallen und hat ein Drei-Monats-Tief erreicht. Dies könnte darauf hindeuten, dass Unternehmen nicht mit einer so deutlichen Beschleunigung der Inflation rechnen, wie es die aktuellen Prognosen nahelegen. Sollte sich diese Annahme bestätigen, könnte der US-Dollar bis zum Tagesende deutlich nachgeben und damit Raum für eine technische Gegenbewegung des New Zealand Dollar schaffen. Vorerst bleibt dies eine Hypothese, doch sie hat eine solide Grundlage.
Die Netto-Short-Position im NZD verringerte sich in der Berichtswoche um 321 Mio. USD auf -1,67 Mrd. USD. Gleichzeitig drehte der geschätzte faire Wert überraschend nach oben, was die Wahrscheinlichkeit eines korrigierenden Anstiegs im Währungspaar NZD/USD erhöht.
Vor einer Woche hatten wir den Bereich von 0,5780–0,5790 als Kursziel identifiziert, und dieses Ziel wurde nun erreicht. Mit Stand Mittwochmorgen gehen wir davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtskorrektur gestiegen ist. Der Kiwi könnte zwar nach einem zweiten Versuch, die Unterstützung bei 0,5780–0,5790 nach unten zu durchbrechen, noch weiter in Richtung 0,5676 fallen. Angesichts der Entwicklung des geschätzten Fair Value halten wir jedoch eine Bewegung in Richtung der Mitte der Seitwärtsrange, in der sich das Währungspaar seit Anfang April befindet, für wahrscheinlicher. In diesem Zusammenhang könnte die Widerstandszone bei 0,5870–0,5890 als mögliches Aufwärtsziel dienen. Fundamentale Gründe für eine nachhaltige Rally sind nach wie vor begrenzt, doch die Wahrscheinlichkeit einer solchen technischen Erholungsbewegung hat sich deutlich erhöht.
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