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18.09.202611:46 Analytische Bewertungen Forex: XAU/USD – Kursanalyse und Prognose: Gold zieht Käufer an, da fallende Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen die Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik der Federal Reserve abfedern

Relevance up to 09:00 2026-09-19 UTC+00
Exchange Rates 18.09.2026 analysis

Die Goldpreise (XAU/USD) steigen den zweiten Tag in Folge weiter an und markieren am Freitag neue Wochenhochs. Die Bullen bereiten sich auf einen Ausbruch über die wichtige Marke von 4.400 USD vor, bevor sie neue Positionen in Erwartung weiterer Kursgewinne eröffnen. Der jüngste Rückgang der Rohölpreise hat die Sorgen über einen raschen Anstieg der Inflation gemildert. Dies hat zu einem Rückgang der Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen von ihren Mehrjahreshochs geführt und Kapitalzuflüsse in das gelbe Metall begünstigt. Die falkenhafte Rhetorik der US-Notenbank stärkt jedoch den US‑Dollar und könnte die weiteren Aufwärtsbewegungen beim Goldpreis begrenzen.

Exchange Rates 18.09.2026 analysis
Auf der Sitzung am Mittwoch beschloss die Federal Reserve einstimmig eine Zinserhöhung und leitete damit die erste Zinsanhebung seit 2023 ein. Zudem zeigte das sogenannte „Dot Plot“, dass die Fed-Offiziellen in diesem Jahr mit einer weiteren Zinserhöhung rechnen. Auf der anschließenden Pressekonferenz betonte Fed-Chef Kevin Warsh die Bedeutung der Stabilisierung der Verbraucherpreise für die US-Wirtschaft und wies darauf hin, dass die Inflation über einen längeren Zeitraum hinweg zu hoch geblieben sei. Darüber hinaus stützen die wachsenden Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise, erhöhen die inflationsbedingten Risiken durch höhere Energiekosten und schaffen Rahmenbedingungen für eine weitere Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve.

Analysten der UOB Group heben hervor, dass die Rückkehr der Federal Reserve in einen Zinserhöhungszyklus die Erwartungen für den US‑Dollar verändert. Sie erklärten: „Da wir mit zwei weiteren Zinserhöhungen der Fed rechnen, dürfte sich der seit Ende 2024 erwartete Trend einer Verengung des Zinsdifferenzials der USA gegenüber anderen G10‑Ländern, der den DXY‑Index belastet hat, umkehren und den DXY künftig unterstützen.“ Vor diesem Hintergrund revidiert UOB ihre bisher vorsichtige Haltung gegenüber dem Dollar. „Angesichts dieser Faktoren sehen wir nun Aufwärtsrisiken für den Dollar sowohl gegenüber den G10‑Währungen als auch gegenüber asiatischen Währungen“, fügten die Analysten der Bank hinzu.

Den Daten des FedWatch‑Tools der CME Group zufolge wird die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Fed auf der Oktobersitzung auf 54 % geschätzt, während sie für Dezember bei rund 88 % liegt. Dies stützt zusammen mit der geopolitischen Unsicherheit den Dollar als sicheren Hafen und begrenzt den Aufwärtsspielraum der Goldpreise.

Zu den jüngsten Ereignissen zählt eine Erklärung der Islamischen Revolutionsgarde Irans (IRGC) zu einem Angriff auf einen unter der Flagge Togos fahrenden Tanker, der angeblich versucht hatte, die Straße von Hormus illegal zu durchqueren. Außerdem erklärte US-Präsident Donald Trump, er stehe kurz davor, eine wichtige Entscheidung über die Wiederaufnahme von Operationen gegen den Iran zu treffen. Diese Entwicklungen stärken die Wahrnehmung des Dollars als sichere Anlage.

Vor diesem Hintergrund sollten Trader auf einen anhaltenden Anstieg der Kaufaktivität warten, bevor sie Positionen in Erwartung einer weiteren Erholung des Edelmetalls nach dem Rückgang auf ein Sechswochentief in der vergangenen Woche eröffnen.

Um heute die besten Handelschancen zu identifizieren, könnten Trader die Veröffentlichung der sekundären US‑Makrodaten am Freitag abwarten, darunter die Zahlen zur Industrieproduktion und zur Kapazitätsauslastung. Darüber hinaus könnten Reden einflussreicher FOMC‑Mitglieder und Entwicklungen im Nahen Osten einen erheblichen Einfluss auf den Dollarkurs und die Dynamik des Goldpreises haben und damit kurzfristige Handelschancen im Währungspaar XAU/USD eröffnen.

Aus technischer Sicht stößt XAU/USD am runden Niveau von 4.400 USD auf Widerstand. Oberhalb dieses Bereichs wird auch der 20‑Tage‑SMA als Widerstand fungieren. Unterstützung findet das Paar an der 200‑Tage‑EMA. Unterhalb dieses Niveaus könnte zudem die runde Marke von 4.300 USD als Unterstützung dienen. Die Oszillatoren zeigen ein neutrales Bild; dennoch bewegt sich der Relative Strength Index in Richtung positiven Bereich und unterstützt damit die Bullen. Der MACD signalisiert jedoch, dass der Verkaufsdruck weiterhin anhält.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Irina Yanina,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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