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16.09.202604:48 Analytische Bewertungen Forex: GBP/USD Überblick. 16. September. Sitzung der Bank of England: Worauf bereitet sie sich vor?

Relevance up to 02:00 2026-09-17 UTC+00
Exchange Rates 16.09.2026 analysis

Das Währungspaar GBP/USD zeigte am Dienstag erneut eine Tendenz zur Schwäche, blieb jedoch von einem stärkeren Rückgang verschont. Der US‑Dollar hat sich in den vergangenen 3–4 Tagen recht deutlich verstärkt, und in diesem Zeitraum hat der Markt – wie bereits erwähnt – eine künftige Straffung durch die Federal Reserve eingepreist, wenn auch bereits mehrfach in der jüngeren Vergangenheit. Zur Erinnerung: Schon im Juni legte der Dollar deutlich zu, nachdem eine neutrale Fed-Sitzung stattfand, auf der Kevin Warsh erstmals von der Unzulässigkeit des aktuellen Inflationsniveaus sprach. Seitdem ist die US‑Inflation auf 3,4 % zurückgegangen, und die Markterwartungen für eine Straffung im September wurden bereits mehrfach durchgespielt.

Im EUR/USD‑Artikel kamen wir zu dem Schluss, dass für Mittwoch und/oder Donnerstag die logischste Entwicklung ein Rückgang des Dollars ist, da die Fed kaum einen restriktiveren Kurs einschlagen kann, als vom Markt ohnehin schon eingepreist ist. Wie steht es um Unterstützung von der Bank of England? Zur Beantwortung dieser Frage sollte man berücksichtigen, dass heute Morgen der britische Inflationsbericht für August veröffentlicht wird. Den offiziellen Prognosen zufolge dürfte die Inflation im Vereinigten Königreich auf 3,1 % anziehen – was wir angesichts des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten, der Blockade der Straße von Hormus und eines Ölpreises von 110 USD je Barrel in dieser Woche als besorgniserregendes Signal werten. Kurz gesagt: Eine beschleunigte Inflation im August würde darauf hindeuten, dass im September das Wachstum der Verbraucherpreise wahrscheinlich erneut anziehen wird. Wird die BoE abwarten, bis die Inflation 4 % erreicht, bevor sie mit einer Straffung der Geldpolitik beginnt?

Wir sind der Ansicht, dass die BoE ihre Haltung in jedem Fall restriktiver ausrichten wird. Auch wenn Andrew Bailey keinen Zinsschritt im September zugesichert und sogar erklärt hat, er habe keinen „geheimen Plan“ für eine Zinserhöhung, kann die BoE eine erneute Beschleunigung der Inflation nicht ignorieren und muss anerkennen, dass dieser Indikator mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen wird. Fazit: Wenn die BoE den Leitzins am Donnerstag nicht anhebt, wird sie dies noch vor Jahresende tun. Da eine einzelne Zinserhöhung offensichtlich nicht ausreichen dürfte, um die Inflation zu dämpfen, sollte die BoE den ersten Straffungsschritt nicht allzu lange hinauszögern.

Wir erwarten daher, dass die BoE das Pfund unterstützt, das – wohlgemerkt – in den letzten Tagen weniger stark gefallen ist als der Euro. Im Tageschart ist zudem klar erkennbar, dass die aktuelle Abwärtsbewegung des Währungspaars mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Korrektur darstellt. Trifft dies zu, so sollte sie bereits beendet sein. Unserer Ansicht nach hat das Pfund sehr gute Aussichten, bis zum Jahresende in den Bereich von 1,39–1,40 USD zu steigen.

Exchange Rates 16.09.2026 analysis

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares beträgt in den letzten 5 Handelstagen 53 Pips. Für das Pfund/US-Dollar wird dieser Wert als „niedrig“ eingestuft. Daher erwarten wir am Mittwoch, dem 16. September, eine Bewegung innerhalb einer Spanne zwischen 1,3428 und 1,3534. Der obere Linear-Regression-Kanal hat nach oben gedreht und signalisiert einen Aufwärtstrend. Der CCI ist in den überverkauften Bereich eingetreten und warnt damit vor einem möglichen Ende der Korrektur.

Nächstgelegene Unterstützungsniveaus:

S1 – 1,3428

S2 – 1,3367

S3 – 1,3306

Nächstgelegene Widerstandsniveaus:

R1 – 1,3489

R2 – 1,3550

R3 – 1,3611

Handelsempfehlungen:

Das GBP/USD-Paar befindet sich weiterhin in einem Aufwärtstrend. Die Politik von Donald Trump wird die US-Wirtschaft weiter belasten, sodass wir nicht mit einer langfristigen Stärke des US-Dollars rechnen. Bisher verläuft das Jahr 2026 für den Dollar dank der Geopolitik positiv, doch jede Geschichte geht irgendwann zu Ende. Im Wochenchart stützt eine Seitwärtsrange zwischen 1,3150 und 1,3780 innerhalb eines vierjährigen Aufwärtstrends die Erwartung einer weiteren Aufwertung des Pfunds im mittelfristigen Horizont. Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,3611 und 1,3672 können in Betracht gezogen werden, solange der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts notiert. Notierungen unterhalb des gleitenden Durchschnitts würden Short-Szenarien mit einem Ziel bei 1,3428 ermöglichen.

Erklärungen zu den Abbildungen:

Regression Channels helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, bedeutet dies, dass der Trend derzeit stark ist;

Die Moving-Average-Linie (Einstellungen 20,0, smoothed) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;

Murray Levels sind Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen;

Volatilitätsniveaus (rote Linien) markieren den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Paar auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren in den nächsten 24 Stunden bewegen wird;

Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) deutet darauf hin, dass eine Trendwende in die entgegengesetzte Richtung bevorsteht.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Paolo Greco,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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