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28.07.202617:42 Analytische Bewertungen Forex: GBP/USD – Smart-Money-Analyse: Wird die Bank of England eine restriktive geldpolitische Haltung signalisieren?

Relevance up to 11:00 2026-07-29 UTC--4
Exchange Rates 28.07.2026 analysis

Das Währungspaar GBP/USD hat in den vergangenen Wochen kräftige Zugewinne verzeichnet, was den Beginn eines Aufwärtstrends markieren könnte. Allerdings befindet sich das Pfund derzeit in einer Korrekturbewegung, die vor zwei Wochen begonnen hat und noch nicht abgeschlossen ist. In der vergangenen Woche war das fundamentale Umfeld für das Pfund zwar nicht ungünstig, dennoch behielten die Bären die gesamte Woche über die Kontrolle. Auch in dieser Woche setzt sich die Schwäche des Pfunds fort, obwohl es aus dem Vereinigten Königreich keine negativen Nachrichten gab und der einzige wichtige US-Konjunkturbericht deutlich schwächer als erwartet ausfiel. Bullish Imbalance 23 konnte dem Verkaufsdruck leider nicht standhalten, auch wenn ich zuvor darauf hingewiesen hatte, dass eine dritte Reaktion auf dasselbe Muster äußerst unwahrscheinlich sei.

Am Mittwochabend wird das Ergebnis der FOMC-Sitzung veröffentlicht, gefolgt von der Zinsentscheidung der Bank of England am Donnerstagnachmittag. Beide Termine könnten zu erhöhter Volatilität führen, und ihre genauen Auswirkungen lassen sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Genauer gesagt erwarten die Märkte von beiden Notenbanken mehrheitlich, dass sie ihre Geldpolitik unverändert lassen. Allerdings ist den Marktteilnehmern bewusst, dass bereits ein einzelner Kommentar oder eine Andeutung von Andrew Bailey oder Kevin Warsh, ebenso wie jede Änderung in der Formulierung der offiziellen Stellungnahmen, eine starke Marktreaktion auslösen kann.

Darf das Pfund auf Unterstützung durch die Bank of England hoffen? Meiner Ansicht nach lautet die Antwort nein. Der jüngste britische Inflationsbericht für Juni zeigte, dass die jährliche Teuerungsrate (CPI) auf 2,6 % zurückgegangen ist. Es gibt wenig Anlass für die Bank of England, die Geldpolitik zu straffen, wenn die Inflation bereits ohne zusätzliche Maßnahmen nachlässt. Infolgedessen könnten sich die Rahmenbedingungen für das Pfund am Donnerstag weiter eintrüben, was den Bullen zusätzlichen Rückzug aufzwingen würde.

In der vergangenen Woche stieg der Ölpreis auf 100 US-Dollar je Barrel, und die Folgen einer erneuten Eskalation im Nahen Osten sowie einer Blockade der Straße von Hormus könnten die Preise bis auf 120 US-Dollar je Barrel treiben. Entwickeln sich die Ereignisse im Sinne eines sehr pessimistischen Szenarios, dürften die Ölpreise weiter steigen und die zwischen März und Mai verzeichneten Hochs übertreffen. In diesem Fall könnte sich die Inflation sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Vereinigten Königreich wieder beschleunigen. Verläuft die Entwicklung dagegen eher nach einem optimistischeren Szenario, könnten die Ölpreise wieder in den Bereich von 60–70 US-Dollar je Barrel zurückkehren. Unter solchen Bedingungen müsste die Federal Reserve ihre Geldpolitik möglicherweise nicht weiter straffen, während die Bank of England ohnehin nicht mehr mit einem gravierenden Inflationsproblem konfrontiert ist. Folglich kann sich der Dollar derzeit nicht auf einen ausgeprägt restriktiven Kurs der Fed stützen, aber auch das Pfund erhält von seiner eigenen Zentralbank keine nennenswerte Unterstützung.

Die technische Analyse zeigt, dass der vorherige Aufwärtsimpuls unerwartet von neuem Verkaufsdruck abgelöst wurde. Vor Beginn der Abwärtsbewegung hatten sich keine bärischen Muster oder Signale abgezeichnet, und die einzige Unterstützung für die Bullen – Bullish Imbalance 23 – ist weggefallen. In der Folge haben die Bären die Kontrolle zurückerobert und verfügen nun über Bearish Imbalance 24, die sich als Zone für die Suche nach Short-Einstiegen anbietet. Weitere markante Muster liegen derzeit nicht vor.

Am Dienstag gab es praktisch keine wichtigen makroökonomischen Nachrichten. Dennoch legte der Dollar zu, obwohl der einzige US-Konjunkturbericht deutlich unter den Markterwartungen blieb. Offenbar haben die Marktteilnehmer ihren Fokus bereits auf die anstehenden Sitzungen der Federal Reserve und der Bank of England verlagert und sind der Ansicht, dass die Fed wesentlich bessere Chancen auf eine Zinserhöhung hat als ihr britisches Pendant. Viel mehr lässt sich zur Erklärung der jüngsten Dollar-Stärke kaum anführen.

Insgesamt vertrete ich weiterhin die Auffassung, dass das langfristige fundamentale Umfeld eher für einen schwächeren US-Dollar spricht. Weder der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch die Möglichkeit von Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 haben diese Einschätzung verändert. Die geopolitischen Spannungen haben den Markt einige Monate lang an den Status des Dollars als sicheren Hafen erinnert, aber die aktivste Phase des Konflikts liegt bereits hinter uns. Die Fed beabsichtigt, im Jahr 2026 die Leitzinsen anzuheben, was den Dollar zweifellos unterstützt. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass eine straffere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum voraussichtlich dämpfen und den Arbeitsmarkt schwächen wird. Zudem wurde Kevin Warsh von Donald Trump an die Spitze des FOMC berufen, um eine insgesamt lockerere Geldpolitik zu verfolgen – etwas, das Trump zufolge Jerome Powell nicht bereit war zu liefern. Daher ist aus meiner Sicht jeder Anstieg des Dollars eher als vorübergehend denn als strukturell zu betrachten.

Konjunkturkalender (USA und UK)

Vereinigte Staaten

  • FOMC-Zinsentscheidung – 18:00 UTC
  • FOMC-Pressekonferenz – 18:30 UTC

Der Konjunkturkalender für den 29. Juli umfasst zwei wichtige Termine, die beide von hoher Relevanz sind. Entsprechend könnte das makroökonomische Umfeld in der zweiten Hälfte der Mittwochssitzung erheblichen Einfluss auf die Marktstimmung ausüben.

GBP/USD-Prognose und Trading-Tipps

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt positiv, doch es ist den Käufern bislang nicht gelungen, einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu etablieren. Nachdem Liquidität an den beiden jüngsten Swing-Punkten abgegriffen worden war, gelang den Bullen zunächst eine deutliche Erholung, doch anschließend übernahmen die Bären ohne erkennbaren Auslöser wieder die Kontrolle. Infolgedessen könnte das Pfund weiter in Richtung 1,3007 fallen – jener Marke, deren Bruch den Aufwärtstrend infrage stellen würde. Dafür wären jedoch neue bärische Signale erforderlich, die bislang nicht aufgetreten sind.

Für die Bären bleibt der Bereich 1,3392–1,3415 entscheidend, da sich dort Bearish Imbalance 24 befindet. Short-Positionen sollten nur innerhalb dieses Musters in Betracht gezogen werden. Aus technischer Sicht verfügen die Bullen derzeit über keine nennenswerte Unterstützung.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Samir Klishi,
Analytical expert of InstaSpot
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