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24.07.202609:32 Analytische Bewertungen Forex: Der Markt zahlt für die KI-Euphorie

Relevance up to 03:00 2026-07-29 UTC--4

Investoren haben den Technologiesektor jahrelang mit dem Glauben an unbegrenzte Renditen aus KI-Investitionen genährt. Gestern kam die Rechnung – und sie fiel deutlich höher aus, als der Markt erwartet hatte.

Dynamik der „Magnificent Seven“

Exchange Rates 24.07.2026 analysis

Der S&P 500 verzeichnete seinen schwächsten Tag seit einem Monat. Die Magnificent Seven vernichteten an einem einzigen Handelstag 797 Mrd. US?Dollar an Marktwert und damit den größten Tagesverlust seit der Zollpanik im April 2025. Der Nasdaq 100 fiel um rund 2 %, und der Dow brach um mehr als 400 Punkte ein.

Die Schuldigen sind altbekannt. Alphabet und Tesla meldeten zwar Umsatzzuwächse, doch die Anleger konzentrierten sich eher auf die Kosten als auf die Erlöse. Alphabet erhöhte seine Prognose für die Investitionsausgaben im Gesamtjahr auf 205 Mrd. US?Dollar, woraufhin die Aktie um rund 7 % einbrach. Der freie Cashflow drehte ins Negative. Tesla erlitt dasselbe Schicksal: Die Aktie verlor 14 %, nachdem der freie Cashflow im zweiten Quartal negativ ausgefallen war. „Negativer freier Cashflow“ wurde zum Schlagwort des Tages für beide Berichtsriesen.

Dynamik des freien Cashflows von Alphabet

Exchange Rates 24.07.2026 analysis

Laut FactSet stehen Meta und Amazon vor einem ähnlichen Risiko, wenn sie nächste Woche berichten. Amazon hat im ersten Quartal bereits einen negativen Cashflow ausgewiesen. Vier Giganten – Alphabet, Meta, Microsoft und Amazon – haben für dieses Jahr KI-bezogene Ausgaben von insgesamt rund 725 Mrd. US-Dollar angekündigt. Händler fragen sich zunehmend, ob diese Ausgaben echtes Wachstum generieren werden oder lediglich die Kosten in die Höhe treiben.

Die Geopolitik hat zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. US-Präsident Donald Trump sagte gegenüber Axios, er erwäge einen „massiven Schlag“ gegen die von Iran unterstützten Huthis nach Angriffen auf saudische Tanker im Roten Meer. Brent stieg über 100 US-Dollar je Barrel, und die Anleiherenditen sprangen nach oben. Die Geldmärkte erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung in dieser Woche von etwa 10 % auf rund 35 % und preisen nun bis September eine vollständige Straffung ein.

Steigende Zinsen sind für Technologieunternehmen besonders schmerzhaft: Ihre Bewertungen basieren auf Gewinnen, die weit in der Zukunft liegen, und der Barwert dieser Gewinne sinkt, wenn die Renditen steigen. Höhere Zinsen verteuern zudem die Finanzierung der massiven Investitionen in KI-Infrastruktur. Der gleichgewichtete S&P 500 bestätigt die Marktschwäche: Rund 300 Aktien gaben nach, während nur 200 im Plus schlossen.

Exchange Rates 24.07.2026 analysis

In der kommenden Woche berichten weitere Hyperscaler. Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob ihnen dasselbe Schicksal wie den Chip-Herstellern bevorsteht, doch die aktuellen Ereignisse verstärken das Risiko einer „Sell-the-News“-Reaktion. Werden die Tech-Giganten das Ergebnis der Chip-Hersteller wiederholen?

Aus technischer Sicht zeigt der Tageschart, dass der S&P 500 mit einem Abwärtsgap eröffnet hat, das nicht geschlossen wurde – ein Hinweis auf die Stärke der Bären. Gelingt es den Bären, den Kurs unterhalb der unteren Begrenzung der vorherigen Konsolidierungszone (7.430–7.580) zu halten, können auf deren Ausbruch aufgebauten Short-Positionen weiter aufgestockt werden.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Marek Petkovich,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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