Eine Legende im InstaSpot Team!
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Devisenhändler in Schwellenländern haben Carry Trades lange Zeit mit dem US‑Dollar finanziert, wenden sich aber zunehmend dem Euro und anderen G10‑Währungen zu. Der Haken daran ist, dass der Greenback sich nur ungern einfach den Gewinnern geschlagen gibt.
Währungsentwicklungen gegenüber dem US‑Dollar
Invesco und AllianceBernstein erkennen an, dass die Abhängigkeit vom Dollar als Finanzierungswährung abnimmt. Morgan Stanley rät seinen Kunden, gegen einen erweiterten Währungskorb zu spekulieren, der nicht nur den Dollar, sondern auch den Euro und den Yen umfasst. Citigroup empfiehlt, auf eine Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro und dem australischen Dollar zu setzen. Die Diversifizierung ist in vollem Gange, und EUR/USD befindet sich aus mehreren Blickwinkeln im Zentrum dieses Prozesses.
Der erste Faktor ist die Geldpolitik. Die Ernennung von Kevin Warsh in die Fed wird von den Märkten als Falken-Signal interpretiert: Die Wiederherstellung der Preisstabilität ist zur Priorität geworden, und die Erwartung höherer US-Zinssätze stärkt den Dollar. Gleichzeitig sieht Bloomberg Economics die EZB nahe am Ende ihres Straffungszyklus. Der EZB-Rat tendiert zwar weiterhin zu einer Anhebung um 25 Basispunkte im September, doch sinkende Ölpreise nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran sowie eine nachlassende Inflation im Euroraum im Juni schwächen die Argumente der Falken. Es dürfte sich um die letzte Zinserhöhung im laufenden Zyklus handeln.
Prognosen zu den Leitzinsen der Zentralbanken
Der zweite Faktor ist die Geopolitik. Ein brüchiger Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran löscht die langfristigen Folgen des Krieges nicht aus. Bloomberg Economics hat die erwarteten globalen Zinsverläufe bis 2028 um einen halben Prozentpunkt und mehr nach oben korrigiert und verweist dabei auf Inflationsrisiken durch einen Energieschock und einen möglichen KI‑Boom. Für den Euroraum bedeutet das teurere Kredite über einen längeren Zeitraum als erwartet, was das bereits schwache Wachstum weiter untergräbt.
Der dritte Faktor sind die Makrodaten. Ein schwacher US‑Arbeitsmarktbericht hat den Spot Dollar Index an nur einem Tag bereits um 0,7 % gedrückt. Die Volatilität kehrt zurück – deshalb ziehen es große Fonds vor, Risiken zu steuern, statt auf einen anhaltenden Dollar‑Einbruch zu setzen.
Schließlich ist da noch der Faktor des Sitzungsplans der Zentralbanken. Sechs G10‑Notenbanken tagen im Juli, und für die Fed werden höhere Chancen für eine Zinserhöhung gesehen als für alle anderen, mit Ausnahme der Reserve Bank of New Zealand.
Demnach würde EUR/USD zwar gerne steigen, doch das Anlegerinteresse am US‑Dollar bremst das Währungspaar. Der Kurs der Fed und der EZB begünstigt aufgrund des großen Zinsabstands den Greenback. Steigende Volatilität und das Risiko geopolitischer Eskalationen stützen zusätzlich die Nachfrage nach der US‑Währung.
Aus technischer Sicht eröffnete die Auflösung einer Inside-Bar im täglichen EUR/USD‑Chart die Möglichkeit, bei ihrem Tief bei 1,1425 Short-Positionen einzugehen. Allerdings wäre die Unfähigkeit der Bären, den Kurs unter diesem Niveau zu halten, ein Zeichen von Schwäche und ein Argument dafür, wieder in Long-Positionen zurückzukehren.
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