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Das Währungspaar GBP/USD zeigte sich am Mittwoch sehr ruhig, ebenso wie während der gesamten laufenden Woche. Das britische Pfund leidet unter demselben Problem wie der Euro – niedriger Volatilität. In den vergangenen Tagen ist die Marktaktivität auf ein Minimum zurückgegangen, sodass starke Trendbewegungen derzeit unwahrscheinlich sind, und das, obwohl in dieser Woche zwei Zentralbanksitzungen stattfinden und ein wichtiger Inflationsbericht für das Vereinigte Königreich veröffentlicht wurde.
Übrigens wurde der britische Inflationsbericht gestern vom Markt völlig ignoriert. Obwohl der Verbraucherpreisindex – entgegen den Prognosen – nicht angezogen hat und bei 2,8 % blieb, zeigte das Pfund keinerlei Schwäche. Obwohl das britische Pfund in den vergangenen Wochen und Monaten aufgrund des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten eher zu Abwertungen neigte, kam es nicht zu einem stärkeren Abverkauf, selbst als die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung durch die Bank of England im Jahr 2026 nun schon zum zweiten Mal in Folge nahezu auf null gesunken ist. Das bedeutet, der Markt hätte aktuell Gründe, den US‑Dollar zu verkaufen (der Krieg zwischen Iran und den USA könnte realistisch betrachtet enden), tut dies aber nicht. Gestern gab es zudem kurzfristige Gründe, das Pfund zu verkaufen – auch das ist ausgeblieben. Das Fazit? Am Markt herrscht Flaute.
Heute wird die BoE die Ergebnisse ihrer Sitzung bekannt geben, und die einzige spannende Frage ist, wie viele Mitglieder des Monetary Policy Committee für eine Zinserhöhung stimmen werden. Aus unserer Sicht werden es nicht mehr als zwei sein, was auch durch die offiziellen Prognosen bestätigt wird. Allerdings sind zwei „Falken“ unter neun Mitgliedern eine dünne Basis und zu wenig, um zu erwarten, dass ihre Zahl mit der Zeit auf fünf steigen könnte. Bei jeder BoE‑Sitzung im Jahr 2026 haben mindestens ein oder zwei Entscheidungsträger für eine Zinserhöhung votiert. Ihre Stimmen haben jedoch keinen Einfluss auf das Gesamtbild. Nun, da die Inflation im Vereinigten Königreich entweder zurückgeht oder sich den zweiten Monat in Folge nicht beschleunigt und der Konflikt im Nahen Osten möglicherweise bereits am Freitag offiziell beendet wird, gibt es keine Grundlage für eine Straffung.
Die Inflation kann als erhöht gelten, doch im Vereinigten Königreich liegt sie bei 2,8 %, während sie in den USA bei 4,2 % steht. Die Fed verhält sich ebenfalls abwartend und hofft, dass sich das Problem von selbst löst. Daher lässt sich aktuell nicht von einem Dollartrend sprechen, denn einen solchen gibt es nicht (wie ein Blick auf die Tages- und Wochencharts zeigt). Ebenso wenig kann man behaupten, dass der Dollar im weiteren Jahresverlauf deutlich zulegen wird (ohne geopolitische Unterstützung ist dies unwahrscheinlich). Genauso wenig lässt sich sagen, dass das britische Pfund stark aufwerten müsste, da es dafür nur wenige Gründe gibt. Auf dem 4‑Stunden‑Chart werden wir daher vermutlich weiterhin wechselnde Trendphasen sehen, während sich auf dem Tageschart eine Seitwärtsbewegung abzeichnet. Unseres Erachtens hätte die nächste Abwärtskorrektur gegen den übergeordneten Trend schon längst abgeschlossen sein sollen, doch der Markt lässt sich Zeit. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass ein stabiler Wechselkurs ebenfalls gut und vorteilhaft für viele Banken, Unternehmen und Konzerne ist.
Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD‑Währungspaares in den letzten fünf Handelstagen bis zum 18. Juni beträgt 62 Pips und wird für das Pfund/Dollar‑Paar als „mittel“ eingestuft. Am Donnerstag, dem 18. Juni, erwarten wir eine Bewegung des Paares innerhalb der Spanne zwischen 1,3332 und 1,3456. Der obere lineare Regressionstrendkanal hat nach oben gedreht, was auf eine Erholung des Aufwärtstrends hinweist. Der CCI‑Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten und signalisiert damit ein mögliches Ende des Abwärtstrends.
Das Währungspaar GBP/USD befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend. Die Politik von Trump wird die US‑Wirtschaft weiter unter Druck setzen, weshalb wir nicht von einem langfristigen Wachstum des US‑Dollars ausgehen. Allerdings entwickelt sich das Jahr 2026 aufgrund geopolitischer Faktoren äußerst positiv für den Dollar. Daher können Long‑Positionen mit Kurszielen bei 1,3456 und 1,3489 in Betracht gezogen werden, wenn sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Befindet sich der Kurs unterhalb des gleitenden Durchschnitts, können Short‑Positionen mit Zielmarken bei 1,3332 und 1,3306 eröffnet werden. Die Marktbedingungen ändern sich häufig, und der Markt orientiert sich überwiegend an geopolitischen Nachrichten, die zudem sehr uneinheitlich sind.
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