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Der Dollar setzte seine Kursgewinne gegenüber dem Euro, dem Pfund und anderen Risikoanlagen fort, vor allem vor dem Hintergrund der Gefahr eines erneuten Scheiterns des Friedensabkommens zwischen den USA und Iran.
Vor dem Hintergrund anhaltender militärischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran sowie israelischer Angriffe auf den Libanon nimmt die Nervosität auf den globalen Finanzmärkten zu. Händler, die sich zuvor auf die Aussagen von Donald Trump über ein mögliches Friedensabkommen gestützt hatten, orientieren sich nun zunehmend an den tatsächlichen Entwicklungen, die auf das Gegenteil hindeuten. Dieser Paradigmenwechsel setzt Risikoanlagen, insbesondere den Euro und das britische Pfund, stark unter Druck, während der US‑Dollar weiter zulegt. Die Lage im Nahen Osten, die zu einem zentralen Thema an den Finanzmärkten geworden ist, sorgt für eine neue Welle der Unsicherheit. Die militärischen Aktionen, auch wenn sie regional begrenzt sind, lösen einen Dominoeffekt aus, der globale Lieferketten, Energiepreise und damit das Investitionsklima beeinflusst. Anleger bevorzugen in dieser Situation sichere Häfen, was traditionell zu Kapitalabflüssen aus volatileren Anlagen führt.
Die erste Tageshälfte wird heute genau beobachtet werden, da Investoren auf zwei wichtige Ereignisse im Zusammenhang mit der Europäischen Zentralbank warten. Zunächst steht eine Rede der EZB-Präsidentin Christine Lagarde an, gefolgt von der Veröffentlichung des Protokolls der geldpolitischen Sitzung der EZB. Beide Veröffentlichungen dürften einen eher restriktiven (hawkishen) Ton anschlagen und auf eine mögliche Verschärfung der Rhetorik zur Eindämmung der Inflation hindeuten, sei es durch das Beibehalten oder sogar Anheben der Zinssätze.
Was das Pfund betrifft, rückt mangels britischer Konjunkturdaten die Rede von Sarah Breeden, Mitglied des Financial Stability Committee der Bank of England, zwangsläufig in den Mittelpunkt des Marktinteresses. Ihre Ausführungen könnten Aufschluss über den aktuellen Zustand des britischen Finanzsystems und über mögliche zukünftige Schritte der Zentralbank in Bezug auf Regulierung und Sicherung der Stabilität geben. Händler werden jede Andeutung genau analysieren, die Breeden in Bezug auf die Risiken für die Wirtschaft und die möglichen Maßnahmen der BoE zu deren Eindämmung machen könnte.
Falls die Daten mit den Erwartungen der Ökonomen übereinstimmen, wird geraten, sich an der Mean-Reversion-Strategie zu orientieren. Weichen die Daten hingegen deutlich von den Erwartungen der Ökonomen ab, ist die Momentum-Strategie zu bevorzugen.
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