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19.05.202614:36 Analytische Bewertungen Forex: USD/JPY: Ein Durchbruch über die Marke von 159 erhöht das Crash-Risiko

Relevance up to 07:00 2026-05-20 UTC--4

USD/JPY zeigt einen ausgeprägten Aufwärtstrend. Anfang Mai drückten Verkäufer das Paar auf ein Drei-Monats-Tief bei 155,05, konnten dieses Niveau jedoch nicht halten. Käufer übernahmen umgehend wieder die Kontrolle und legten innerhalb von zwei Wochen rund 400 Pips zu. Bereits den zweiten Tag in Folge testen sie nun den Bereich um 159 im Umfeld einer allgemeinen Dollar-Stärke. Angesichts der aktuellen Dynamik scheint das Paar nicht nur in der Lage zu sein, diese Zone zu verteidigen, sondern auch den Widerstand bei 159,40 anzusteuern – das obere Bollinger-Band im Vier-Stunden-Chart (H4).

Exchange Rates 19.05.2026 analysis

Mit Blick nach vorn gilt: Je näher das Währungspaar an die Marke von 160 heranrückt, desto größer wird das Risiko einer Reaktion der japanischen Behörden. Zur Erinnerung: Nach der Intervention am 30. April stürzte das Paar innerhalb einer Stunde um fast 500 Pips ab. Eine weitere Intervention am 6. Mai drückte das Paar um nahezu 300 Pips nach unten. Jedes Mal nutzten Käufer den Rückgang und stiegen erneut mit Long-Positionen ein.

Die jüngste Bewegung folgte demselben Muster. Steigende geopolitische Spannungen haben USD/JPY gestützt, da der Dollar durch Safe-Haven-Ströme Rückenwind erhielt. Im Mittelpunkt steht der Konflikt im Nahen Osten. Obwohl der diplomatische Prozess nicht offiziell gescheitert ist, preist der Markt zunehmend die Möglichkeit einer erneuten militärischen Eskalation ein.

Gestern legte der Iran den Vereinigten Staaten über pakistanische Vermittler einen aktualisierten Entwurf für eine Einigung vor. Washington bezeichnete das Paket noch am selben Tag als unzureichend und verwies auf Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Atomprogramms, der Kontrolle der Straße von Hormus und von Sicherheitsgarantien. Zudem kursierten Medienberichte über eine mögliche Wiederaufnahme militärischer Aktionen in der Region. Laut CNN und der New York Times erörtert die Trump-Regierung mit dem Pentagon Optionen für Luftangriffe auf den Iran, falls die Verhandlungen scheitern. Präsident Donald Trump hat seinen Ton zuletzt verschärft und erklärt, seine Geduld gehe zu Ende.

Staatliche Medien im Iran warnten die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten vor Fehleinschätzungen und strategischen Irrtümern, während Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) erklärten, sie seien bereit, Angriffe abzuwehren, und stärker als je zuvor. Von der New York Times befragte Experten weisen darauf hin, dass iranische Streitkräfte im Falle einer neuen Runde von Kampfhandlungen versuchen könnten, die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandeb zu erlangen – die schmale Wasserstraße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet und über die rund 10 Prozent des Welthandels abgewickelt werden.

Der erneute Anstieg der Risikoaversion stärkte den Greenback über die Märkte hinweg und ermöglichte es Käufern, USD/JPY in den Bereich um 159 zu treiben.

Dennoch sind Long-Positionen in diesem Währungspaar mit erheblichen Risiken behaftet.

Erstens hat sich die US-Regierung trotz der kriegerischen Rhetorik bislang militärisch mit Eskalationen im Nahen Osten zurückgehalten. Präsident Trump erklärte, die US-Streitkräfte hätten für Dienstag erneute schwere Angriffe auf den Iran geplant, der Schlag sei jedoch in letzter Minute verschoben worden. Er fügte hinzu, er habe den Angriff auf Bitten der Führung Saudi-Arabiens, Katars und der VAE verschoben, um der Diplomatie eine letzte Chance zu geben.

Auch wenn es sich bereits um eine weitere „letzte Chance“ handelte, die Präsident Trump einräumt, ist ihre bloße Existenz bedeutsam: Sie zeigt, dass die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung fortbesteht und ein anhaltender Aufwärtstrend bei USD/JPY alles andere als garantiert ist.

Zweitens nimmt mit der Dollarstärke auch die Gefahr einer Intervention Japans am Devisenmarkt zu. Der Korridor von 159,00–160,00 (und darüber) hat sich faktisch in ein Minenfeld verwandelt. Long-Positionen in dieser Spanne gleichen einer Art Roulette: Der Auslöser für ein Eingreifen der Notenbank kann jederzeit scharfgestellt werden.

Angesichts dieser Risiken bleibt der entscheidende Widerstand bei 159,40 (obere Bollinger-Band-Begrenzung im Vier-Stunden-Chart). Sollte die Aufwärtsdynamik in diesem Bereich nachlassen, könnte es sinnvoll sein, Short-Positionen in Betracht zu ziehen – mit einem ersten Ziel bei 158,70 (mittleres Bollinger Band in H4) und einem übergeordneten Ziel bei 158,20 (mittleres Bollinger Band im Tageschart, D1).

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Irina Manzenko,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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