Eine Legende im InstaSpot Team!
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Am Dienstag versuchte das Währungspaar EUR/USD, seine Abwärtsbewegung nach Abschluss einer längeren Aufwärtswelle wieder aufzunehmen, doch weder Bullen noch Bären zeigten große Handelsbereitschaft. Infolgedessen begann der neue Tag in der Nähe des 50,0%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1745. Heute würde eine Konsolidierung unterhalb von 1,1745 den US-Dollar begünstigen und einen neuen Versuch der Bären unterstützen, sich in Richtung des 38,2%-Fibonacci-Levels bei 1,1666 zu bewegen. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1745 würde hingegen eine Rückkehr zum 61,8%-Retracement-Level bei 1,1824 ermöglichen.
Die Wellenstruktur im Stundenchart gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat sechs vorherige Hochs durchbrochen, während die neue Abwärtswelle noch nicht einmal in die Nähe des jüngsten Tiefs gekommen ist. Der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hat die Bullen unterstützt und ihnen ermöglicht, eine starke Aufwärtswelle zu bilden. Damit bleibt der Trend weiterhin bullisch. Kurzfristig könnte sich das geopolitische Umfeld jedoch wieder verschlechtern, was den Bären mehr Stärke und Zuversicht geben könnte. Für eine Trendumkehr des bullischen Szenarios wären jedoch zwei Abwärtswellen oder ein Durchbruch unter das Tief vom 6. April erforderlich.
Am Dienstag gab es nur wenige wichtige Ereignisse. Zunächst wurde berichtet, dass in dieser Woche in Islamabad Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten stattfinden sollten, doch am Abend signalisierte Teheran erneut, dass es nicht zu hochrangigen Gesprächen bereit sei, solange die Straße von Hormus durch die USA blockiert bleibt. So verging ein weiterer Tag und ein weiterer Abbruch von Verhandlungen, die eigentlich zu Frieden im Nahen Osten und zu einer Entspannung der globalen Energiekrise führen sollen. Trader reagierten nicht auf diese erneuten geopolitischen „Achterbahnfahrten“. Teheran und Washington sind nach wie vor nicht in der Lage, sich selbst auf ein persönliches Treffen zu einigen, geschweige denn auf ein umfassendes Friedensabkommen. Daher sieht der Markt derzeit keinen Grund, EUR/USD entweder zu kaufen oder zu verkaufen. Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten stießen auf wenig Aufmerksamkeit. Am auffälligsten waren die Berichte aus den USA: Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März im Monatsvergleich um 1,7 % (erwartet wurden 1,4 %), und die wöchentliche Veränderung der Beschäftigung laut ADP lag bei +54,75 Tsd. und damit über den Markterwartungen. Diese Daten hätten die Bären in der zweiten Tageshälfte unterstützen können.
Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar vom 38,2%-Retracement-Niveau bei 1,1849 nach oben ab, drehte anschließend zugunsten des US-Dollars und konsolidierte sich unterhalb des 50,0%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1778. Damit könnte die Abwärtsbewegung sich in Richtung des nächsten Retracement-Niveaus bei 61,8% – 1,1706 – fortsetzen. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1778 würde den Bullen die Möglichkeit geben, einen neuen Anstieg in Richtung 1,1849 einzuleiten. Aktuell sind auf den Indikatoren keine neuen Divergenzen zu erkennen.
Commitments of Traders (COT)-Bericht:
In der vergangenen Berichtswoche eröffneten professionelle Trader 13.693 Long-Positionen und schlossen 19.866 Short-Positionen. In den letzten sieben Wochen ist der gesamte Vorteil der Bullen verschwunden. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 214.000, im Vergleich zu 188.000 Short-Positionen. Noch vor zwei Monaten verfügten die Bullen unter den nicht-kommerziellen Marktteilnehmern über mehr als einen doppelt so großen Vorsprung.
Insgesamt zeigen die großen Marktteilnehmer langfristig weiterhin ein starkes Interesse am Euro. Natürlich wirken sich globale Ereignisse – an denen es in den vergangenen Jahren nicht mangelte – auf die Anlegerstimmung aus. Derzeit liegt der Schwerpunkt des Marktes weiterhin auf dem Nahen Osten, wo der Krieg nur unterbrochen, aber nicht beendet wurde. Daher werden sich die Wechselkurse von Euro und Dollar in naher Zukunft weniger nach der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB und nach Konjunkturdaten richten, sondern stärker nach der Entwicklung der Lage im Iran. Der Dollar könnte weiterhin von dieser Situation profitieren.
Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:
Am 22. April enthält der Wirtschaftskalender nur einen Eintrag, der nicht besonders bedeutend wirkt. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung dürfte am Mittwoch eher gering bleiben.
EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:
Verkaufsmöglichkeiten ergaben sich nach einem Rebound von 1,1824 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1745. Das Ziel wurde erreicht. Neue Short-Positionen können bei einem Schlusskurs unter 1,1745 mit Ziel 1,1666 in Betracht gezogen werden. Ich empfehle Käufe bei einem Rebound von 1,1745 mit Ziel 1,1824. Die Handelsaktivität war in den letzten Tagen gering.
Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,2082–1,1410 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 aus gezogen.
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