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Am Donnerstag verzeichnet das Währungspaar GBP/JPY einen neuen Zustrom von Verkäufern und gibt damit teilweise von der 50‑Tage‑SMA nach. Dennoch haben sich die Spotkurse einige Punkte vom Tagestief erholt.
Der Rückgang des britischen Pfunds gegenüber dem japanischen Yen lässt sich auf wachsende Sorgen über mögliche Energieschocks infolge des Kriegs mit Iran zurückführen. Zudem erhöhen die Signale der Bank of England, bereits im April eine Zinserhöhung in Betracht zu ziehen, die Risiken für die Wirtschaft und setzen das Pfund unter Druck. Unter diesen Bedingungen stützt eine neue Welle globaler Risikoaversion den Status des Yen als sicherer Hafen und erhöht den Druck auf GBP/JPY.
Die Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben nachgelassen, nachdem US-Präsident Donald Trump in einer Ansprache an die Nation dem Iran mit einem „sehr starken Schlag“ in den nächsten zwei bis drei Wochen gedroht hat, falls keine Einigung erzielt wird. Berichte, wonach sich die VAE an militärischen Maßnahmen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus beteiligen könnten, erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines umfassenderen regionalen Konflikts und mindern die Risikobereitschaft der Anleger. Infolge der jüngsten Entwicklungen wurde ein starker intradägiger Anstieg der Ölpreise verzeichnet, was die Inflationssorgen verstärkt.
Anleger befürchten außerdem, dass der durch den Konflikt ausgelöste Anstieg der Energiepreise das Wirtschaftswachstum Japans beeinträchtigen und die Inflation wieder anheizen könnte. Dadurch entstünde das Risiko einer Stagflation, was den Normalisierungsprozess der Geldpolitik der Bank of Japan erschweren würde. Theoretisch könnte dies die Aufwertung des Yen begrenzen und die GBP/JPY-Notierungen teilweise stützen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des japanischen Yen gegenüber den wichtigsten Währungen am heutigen Tag, wobei der stärkste Anstieg gegenüber dem australischen Dollar zu verzeichnen ist.
Aus technischer Sicht liefern die Oszillatoren gemischte Signale, während der Relative-Stärke-Index im negativen Bereich liegt, was auf eine schwache Aufwärtsdynamik hindeutet. Damit die Bullen wieder die Kontrolle übernehmen können, müssen sie den 20-Tage-SMA nach oben durchbrechen. Solange die Kurse jedoch über dem 100-Tage-SMA bleiben – und sowohl der 100-Tage- als auch der 200-Tage-SMA nach oben gerichtet sind – haben die Bullen weiterhin eine Chance.
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