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Heute, am Mittwoch, zieht das Währungspaar GBP/USD erneut Käufer an und unterbricht damit die Korrektur, die am Vortag nach einer Erholung vom März-Tief eingesetzt hatte. Der starke Rückgang der Ölpreise nach ihrem raschen Anstieg zu Wochenbeginn hat die Inflationssorgen verringert.
Vor diesem Hintergrund setzt die positive Entwicklung der Aktienindizes den US-Dollar unter Druck, der als sicherer Hafen an Attraktivität verliert. Dieser Faktor ist einer der Haupttreiber für die Erholung des britischen Pfunds gegenüber dem Dollar.
Zusätzliche Unterstützung für die britische Währung kommt von einer Anpassung der Markterwartungen in Bezug auf die Geldpolitik der Bank of England. Zuvor hatten Anleger bis zu drei mögliche Zinssenkungen eingepreist, doch mittlerweile weist der Markt einer Zinserhöhung bis zum Jahresende eine Wahrscheinlichkeit von fast 70 % zu. Dieser Wandel in den Erwartungen stärkt das Pfund und trägt zum Anstieg des GBP/USD-Paares bei.
Dennoch könnten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Risiken im Zusammenhang mit einer möglichen Schließung der Straße von Hormus die Nachfrage nach dem Dollar als weltweiter Reservewährung erhöhen. Dies könnte wiederum eine weitere Aufwertung des Pfunds bremsen und die Aufwärtsdynamik des Währungspaares begrenzen.
Trotz der jüngsten Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, der Konflikt stehe kurz vor seinem Ende, lassen die Kampfhandlungen derzeit keine nachlassende Intensität erkennen. Die israelische Armee hat eine neue Serie von Angriffen auf Ziele im Iran angekündigt sowie Raketenangriffe auf den Libanon, die sich gegen Infrastrukturen richten, die mit der von Iran unterstützten Hisbollah in Verbindung stehen. Diese Entwicklungen könnten die Risikoaversion der Anleger erhöhen und den US-Dollar teilweise stützen, sodass ein Teil des Verkaufsdrucks ausgeglichen wird.
Gleichzeitig könnten Marktteilnehmer es vorziehen, vorerst von größeren Positionen abzusehen, bis die neuen US‑Inflationsdaten veröffentlicht sind oder zumindest bis zur Rede der Bank of England‑Vertreterin Breeden. Nichtsdestotrotz bleibt das fundamentale Umfeld für Bullen im GBP/USD‑Währungspaar moderat günstig.
Aus technischer Sicht bleiben die Oszillatoren im Tageschart im negativen Bereich und sind noch nicht ins positive Terrain vorgedrungen. Zudem ist es den Bullen bisher weder gelungen, den 20‑Tage‑SMA nach oben zu durchbrechen, noch sich nachhaltig über dem 200‑Tage‑SMA zu behaupten. Daher haben die Verkäufer weiterhin die Oberhand. Infolgedessen sollten Händler, die das Pfund kaufen möchten, mit Vorsicht agieren.
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