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Der Test der Marke von 1,1535 erfolgte, als der MACD-Indikator begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen und damit einen gültigen Einstiegspunkt für Short-Positionen im Euro bestätigte. Das Währungspaar setzte diesen Impuls jedoch nicht in einen neuen, größeren Abwärtstrend um.
Ohne bedeutende Makroveröffentlichungen konzentrierten sich Trader in EUR/USD auf zwei Faktoren: die steigenden Erwartungen weiterer Zinsschritte der Federal Reserve und die Rede von Christine Lagarde, in der sie den aktuellen KI-Boom überraschend mit dem Crash von 1873 verglich. Die Chefin der Europäischen Zentralbank erinnerte die Märkte daran, dass Haushalte im Euroraum inzwischen rund 400 Mrd. € in US-Tech-Aktien halten, und warnte vor einer wachsenden Lücke gegenüber den USA bei der Rechenkapazität für KI. Lagarde warnte zudem, dass Europa die Tech-Booms anderer Länder über höhere Renditen mitbezahlen wird – unabhängig davon, ob es selbst von diesem Wachstum profitiert.
Das Währungspaar reagierte zunächst nicht auf die Rede, doch gegen Tagesende erholte sich der Euro nach dem zuvor starken Ausverkauf gegenüber dem Dollar etwas. Meiner Einschätzung nach bleibt das Zinsumfeld in den USA ein deutlich wichtigerer Treiber für EUR/USD als einmalige Äußerungen der EZB, und die Erholung am Abend ist eher als technische Gegenbewegung denn als Stimmungswandel zu werten.
Der heute Morgen prall gefüllte Makrokalender verschafft dem Euro eine reale Chance, die Korrektur fortzusetzen. Die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindizes für Frankreich und Spanien wird den frühen Ton für die Inflation im Euroraum vorgeben, noch bevor wichtigere gesamteuropäische Daten erscheinen. Jede Abweichung von den Prognosen kann die Markterwartungen an den künftigen Zinskurs der EZB verändern. Angesichts der Tatsache, dass die Zentralbank erst letzte Woche die Zinsen angehoben und sich als die „hawkishste“ G7-Zentralbank positioniert hat, bergen Überraschungen aus beiden Ländern in jede Richtung das Potenzial, das Währungspaar deutlich zu bewegen.
Ebenfalls wichtig sind die ZEW-Indizes für Deutschland und den Euroraum: Der Erwartungsindex spiegelt die Anlegerstimmung für die kommenden Monate wider, während die Lageeinschätzung zeigt, wie die deutsche Wirtschaft aktuell zurechtkommt. Angesichts der jüngsten spürbaren Verbesserung beim Ifo-Index rechne ich damit, dass das ZEW die allmähliche Erholung des Geschäftsklimas in der größten Volkswirtschaft des Euroraums bestätigt – ein Pluspunkt, der traditionell die Gemeinschaftswährung unterstützt. Die Außenhandelsbilanz des Euroraums rundet das Bild ab, indem sie zeigt, wie robust der Exportbeitrag inmitten des anhaltenden geopolitischen Drucks auf die Energiemärkte ist.
Nach meiner Einschätzung hat EUR/USD bei im Großen und Ganzen neutralen oder leicht besseren Daten Spielraum, jüngste Verluste wieder aufzuholen. Schwache ZEW-Werte oder ein Inflationssprung in Spanien oder Frankreich könnten hingegen schon vor Mittag den Abwärtsdruck zurückbringen.
Für die Intraday-Strategie stütze ich mich vor allem auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2.
Szenario Nr. 1: Kaufen Sie den Euro heute, wenn der Kurs etwa 1,1541 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1568. Bei 1,1568 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und zusätzlich den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstieg. Mit Euro-Gewinnen ist nur im Rahmen einer Korrektur zu rechnen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, von dort nach oben zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, falls das Niveau von 1,1526 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Zu erwarten sind Bewegungen zu den gegengerichteten Niveaus 1,1541 und 1,1568.
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er 1,1526 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1496, wo ich plane, aus dem Markt auszusteigen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Umkehr von 20–25 Pips von diesem Niveau). Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, falls die Daten schwach ausfallen. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, von dort nach unten zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1541 zweimal getestet wird, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Zu erwarten ist ein Rückgang zu den gegengerichteten Niveaus 1,1526 und 1,1496.
Wichtig: Besonders Einsteiger im Forex-Markt sollten bei ihren Einstiegsentscheidungen äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten aus dem Markt zu bleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihr gesamtes Guthaben verlieren, vor allem, wenn Sie kein konsequentes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Bedenken Sie außerdem, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert – ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen allein auf Basis der aktuellen Marktsituation sind für Intraday-Händler von Natur aus eine verlustträchtige Strategie.
*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.
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