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10.09.202605:01 Analytische Bewertungen Forex: EUR/USD Überblick. 10. September. Der D-Day ist gekommen. Kann der Euro profitieren?

Relevance up to 02:00 2026-09-11 UTC+00
Exchange Rates 10.09.2026 analysis

Das Währungspaar EUR/USD blieb am Mittwoch erneut weitgehend bewegungslos. Es standen keine wichtigen makroökonomischen Veröffentlichungen auf dem Kalender, und von den Äußerungen Christine Lagardes wurde nichts Spektakuläres erwartet – allein deshalb, weil die Sitzung der European Central Bank heute stattfindet und es unwahrscheinlich ist, dass die Präsidentin im Vorfeld über Geldpolitik, zukünftige Pläne oder die anstehende Entscheidung sprechen würde. Den Tradern blieb nichts anderes übrig, als geduldig auf die Stunde X zu warten.

Wir wissen, dass die ECB heute mit nahezu absoluter Sicherheit die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird – die Wahrscheinlichkeit liegt bei 99 %. Wird der Euro davon profitieren? Zur Erinnerung: Die jüngsten Sitzungen der ECB wurden von den Marktteilnehmern weitgehend ignoriert, selbst wenn es zu Zinserhöhungen kam. Der Markt hat signalisiert, dass er sich derzeit in erster Linie für die Sitzungen der Federal Reserve interessiert, und die nächste Fed-Sitzung findet in der kommenden Woche zusammen mit der Sitzung der Bank of England statt. Da die heutige Entscheidung weitgehend erwartet wird, gibt es de facto nichts wirklich Neues, worauf der Markt reagieren könnte. Wir rechnen zwar mit einem gewissen emotionalen Ausschlag, aber wahrscheinlich nicht mit mehr.

Die Pressekonferenz Lagardes könnte eine stärkere Marktreaktion auslösen als die eigentliche Zinsentscheidung. Wenn sie andeutet, dass der September-Schritt nicht der letzte gewesen sein wird, könnte der Euro deutlich stärker steigen als allein durch den mechanischen Straffungsakt. Dennoch bezweifeln wir, dass Lagarde jetzt Forward Guidance geben wird: Die Notenbanken stehen vor großer Unsicherheit – in Bezug auf Inflation, Energie, Geopolitik und Politik –, sodass Prognosen oder Zusagen, wenn die Zukunft derart unklar ist, unklug wären.

In der Folge erwarten wir heute zwar mehr Aktivität als in den vergangenen Tagen und auch im Vergleich zu den letzten sechs Wochen, aber keine ausgeprägte Volatilität. Der Tag dürfte wohl mit einer Bewegung von 60–70 Pips enden und nur geringen Einfluss auf das aktuelle technische Bild haben. Und das technische Bild bleibt in den meisten Zeitrahmen euro-freundlich. Lediglich im Tageschart zeigt sich noch eine jahresweite Seitwärtsbewegung, die aber früher oder später enden wird.

Der Markt zeigt sich zurückhaltend, da der US-CPI, die Fed-Sitzung und die BoE-Sitzung bevorstehen. Die kommende Woche könnte diese Blockade des Marktes lösen und zu deutlich stärkeren Bewegungen führen. Momentan scheint der US-Inflationsbericht sogar noch wichtiger zu sein als die heutige ECB-Entscheidung. Der Markt beobachtet nach wie vor in erster Linie die Maßnahmen und die Rhetorik der Fed-Offiziellen. Wir können derzeit nicht sagen, dass die Fed eindeutig „hawkish“ ausgerichtet ist; selbst wenn die ECB-Entscheidung heute nur eine geringe Reaktion hervorruft, sollte der Euro mittelfristig weiter steigen.

Exchange Rates 10.09.2026 analysis

Die durchschnittliche Volatilität von EUR/USD in den letzten 5 Handelstagen beträgt zum 10. September 40 Pips – also „niedrig“. Wir erwarten, dass das Paar am Donnerstag in einer Spanne zwischen 1,1590 und 1,1670 gehandelt wird. Der übergeordnete Linear-Regression-Channel zeigt nach oben und signalisiert einen Aufwärtstrend. Der CCI ist in den überverkauften Bereich eingetreten, was darauf hindeutet, dass die Korrektur zu Ende gehen könnte.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,1597

S2 – 1,1536

S3 – 1,1475

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,1658

R2 – 1,1719

R3 – 1,1780

Handelsempfehlungen:

EUR/USD befindet sich im 4-Stunden-Chart weiterhin in einem Aufwärtstrend; dies könnte der Beginn einer neuen Etappe eines übergeordneten Aufwärtstrends in höheren Zeitrahmen sein. Das globale fundamentale Umfeld für den Dollar bleibt insgesamt negativ: 2026 haben zunächst die Geopolitik und anschließend der hawkishe Kurs der Fed den Dollar gestützt, doch diese Faktoren wirken inzwischen nicht mehr zugunsten der US-Währung. Notiert der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, kommen auf Korrekturbasis Short-Positionen mit Zielen bei 1,1597 und 1,1590 in Betracht. Oberhalb des gleitenden Durchschnitts bleiben Long-Positionen interessant, mit Zielmarken bei 1,1658 und 1,1670.

Erklärungen zu den Abbildungen:

Regression-Channels helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, deutet dies auf einen aktuell starken Trend hin;

Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, „smoothed“) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die derzeit gehandelt werden sollte;

Murray-Levels sind Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen;

Volatilitätsniveaus (rote Linien) markieren den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Paar in den nächsten 24 Stunden auf Grundlage der aktuellen Volatilitätsindikatoren voraussichtlich bewegen wird;

Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) weist darauf hin, dass eine Trendumkehr in die Gegenrichtung näher rückt.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Paolo Greco,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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