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24.08.202620:22 Analytische Bewertungen Forex: EUR/USD – Smart-Money-Analyse: Der Dollar könnte zu Wochenbeginn an Stärke gewinnen

Relevance up to 11:00 2026-08-25 UTC--4
Exchange Rates 24.08.2026 analysis

Das Währungspaar EUR/USD setzt die Aufwärtsbewegung fort, die nach zwei Liquidity Sweeps begann, die im Chart durch rote Linien markiert sind. Die Imbalance 17 hat den Vormarsch der Bullen lange Zeit ausgebremst und wurde letztlich vollständig negiert. In der vergangenen Woche haben sich zudem zwei neue Imbalances – 20 und 21 – gebildet. Beide sind bullisch. Die nächstgelegene Imbalance könnte theoretisch bereits heute ein Signal generieren. Die Imbalance 21 ist ungefähr 80 Punkte breit, was angesichts der Marktaktivität der letzten Wochen recht viel ist. Daher könnte der Kurs in die Zone der Imbalance 21 eindringen und dort längere Zeit verweilen. Er könnte sogar bis auf 1,1589 fallen, bevor er eine neue Aufwärtsbewegung startet und ein bullisches Signal ausbildet. In jedem Fall bleibt die Marktstimmung bullisch, was bedeutet, dass Trader nach Kaufsignalen Ausschau halten sollten.

Meiner Ansicht nach unterstützt das fundamentale Umfeld die Bullen weiterhin vollumfänglich. Erstens ist auf jedem Chart deutlich zu erkennen, dass der Euro seinen Anstieg von relativ niedrigen Niveaus aus begonnen hat, verglichen mit seinem durchschnittlichen Preis der vergangenen zwölf Monate. Zweitens erwartet der Markt derzeit nicht mehr, dass das FOMC im September die Geldpolitik strafft. Drittens stellt der Markt zunehmend infrage, ob die Fed unter Kevin Warsh überhaupt noch in der Lage sein wird, die Geldpolitik zu straffen. Viertens haben die jüngsten US-Konjunkturdaten enttäuscht. Fünftens liefern die geopolitischen Entwicklungen den Bären bzw. dem Dollar keine Unterstützung mehr. Sechstens könnte die EZB im Herbst erneut eine geldpolitische Straffung vornehmen. Siebtens hat das US-Finanzministerium beschlossen, seine Käufe langfristiger Anleihen zu erhöhen, was die Nachfrage nach dem Dollar schmälert. Achtens könnte in naher Zukunft ein neuer Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada sowie zwischen den Vereinigten Staaten und China beginnen. Vor diesem Hintergrund sehe ich derzeit keinen Grund für einen nachhaltigen Vorstoß der Bären.

Wie ich in den vergangenen Wochen gewarnt habe, wäre ein weiterer schwacher Wert am Arbeitsmarkt ein ausreichend starker Grund für die Fed, auf eine Zinserhöhung zu verzichten. Der Zustand des US-Arbeitsmarktes ist derzeit einer der Hauptgründe für die Schwäche des Dollars, da er den Handlungsspielraum der Fed stark einschränkt. Am Freitag wird der jährliche Nonfarm-Payrolls-Bericht veröffentlicht. Fällt er schwächer als erwartet aus, wäre dies ein weiterer Belastungsfaktor für die US-Währung.

Zur Erinnerung: Erwartungen in Bezug auf die Geldpolitik der Fed sind immer nur Erwartungen und können sich in Reaktion auf geopolitische Entwicklungen oder Konjunkturdaten ändern. Der Markt kann eine Lockerung oder Straffung antizipieren und diese Erwartungen einpreisen, wie wir zwischen dem 17. und 24. Juni gesehen haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich diese Erwartungen auch tatsächlich erfüllen. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten fielen schwach aus, die Inflation hat sich verlangsamt, und das BIP-Wachstum hat an Dynamik verloren. Diese drei Faktoren haben nicht nur Zweifel an Zinserhöhungen des FOMC im September, sondern auch in absehbarer Zeit aufkommen lassen. Aus meiner Sicht haben die Bären aktuell nur im Fall einer erneuten Eskalation im Nahen Osten eine Chance. Donald Trump scheint jedoch nicht auf eine militärische Eskalation aus zu sein. Er versucht nun, Iran durch anhaltenden Druck zermürben.

Das derzeitige technische Bild spricht für eine recht hohe Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des bullischen Momentums. Die bärische Imbalance 17 wurde getestet, doch die Reaktion fiel schwach aus, sodass dieses Muster inzwischen negiert ist. Die bullische Imbalance 19 bleibt ungetestet. Die neue bullische Imbalance 20 hat den Tradern ebenfalls noch kein Kaufsignal geliefert. Eine weitere bullische Imbalance 21 hat sich gebildet und könnte in dieser Woche ein Signal generieren. Aktuell verfügen die Bullen über deutlich stärkere Positionen und Perspektiven als die Bären.

Am Montag gab es keine wichtigen Konjunkturnachrichten, doch für den Rest der Woche steht eine Vielzahl an Daten und Ereignissen an. Daher können Trader in den kommenden vier Tagen mit potenziell kräftigen Kursbewegungen rechnen.

Die Bullen haben auch im Jahr 2026 noch eine Vielzahl von Gründen für weitere Angriffe, und selbst der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat diese nicht verringert. Strukturell und im übergeordneten Bild haben sich Trumps politische Maßnahmen, die im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang des Dollars geführt haben, nicht verändert. Derzeit sehe ich trotz der formal restriktiven Haltung des FOMC keine ernsthaften Faktoren, die die US-Währung stützen würden. Die geopolitischen Entwicklungen, die einen Großteil der ersten Jahreshälfte 2026 die Nachfrage nach dem US-Dollar gestützt haben, können dies nun nicht mehr. Der Konflikt im Nahen Osten bleibt ungelöst, aber sowohl Iran als auch die Vereinigten Staaten haben keine neuen Kampfhandlungen begonnen.

Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union

  • Deutschland — endgültige BIP-Zahl für das 2. Quartal (06:00 UTC).
  • Deutschland — Ifo-Geschäftsklimaindex (08:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten — wöchentlicher ADP-Beschäftigungsbericht (12:15 UTC).
  • Vereinigte Staaten — Verbrauchervertrauensindex (14:00 UTC).
  • Vereinigte Staaten — Verkäufe neuer Häuser (14:00 UTC).

Am 25. August umfasst der Wirtschaftskalender fünf Veröffentlichungen, von denen ich keine als besonders wichtig einstufen würde. Der Einfluss des fundamentalen Umfelds auf die Marktstimmung dürfte am Dienstag äußerst gering oder gar nicht spürbar sein.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlung

Meiner Ansicht nach befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Das fundamentale Umfeld hat sich vor sechs Monaten zwar deutlich zugunsten der Bären verschoben, aber der Trend selbst kann nicht als negiert oder abgeschlossen gelten. Daher können die Bullen ihre Aufwärtsbewegung nach den zwei Liquidity Sweeps klar definierter Tiefs durchaus fortsetzen.

Derzeit werden die bullischen Trader sowohl von der Imbalance 20 als auch von der Imbalance 21 unterstützt. In dieser Woche könnte ein neues Kaufsignal entstehen. Ich sehe die Aufwärtsziele für den Euro bei 1,1797 und 1,1850.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Samir Klishi,
Analytical expert of InstaSpot
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