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12.08.202606:34 Analytische Bewertungen Forex: EUR/USD-Überblick am 12. August. Der wichtigste Tag der Woche

Relevance up to 21:00 2026-08-12 UTC--4
Exchange Rates 12.08.2026 analysis

Das Währungspaar EUR/USD hat sich leicht von den Hochs der Vorwoche zurückgezogen, zeigte jedoch an den ersten beiden Tagen der Woche insgesamt eine eher uneindeutige Entwicklung. Einerseits ist eine Korrektur nach einem recht starken Anstieg natürlich. Andererseits sind die enttäuschenden Nonfarm Payrolls vom vergangenen Freitag nicht einfach nur enttäuschende Nonfarm Payrolls. Sie bedeuten de facto das Aus für die Aussicht auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September. Und womöglich nicht nur im September. Der Punkt ist: Unabhängig vom Inflationsniveau würde eine Anhebung des Leitzinses der Fed zu einer noch stärkeren Abschwächung am Arbeitsmarkt führen. Die Fed würde also mit einer Straffung der Geldpolitik ein Problem bekämpfen und gleichzeitig ein anderes verschärfen.

Heute wird der Inflationsbericht für Juli veröffentlicht, und dieser könnte durchaus signalisieren, dass eine geldpolitische Straffung im Moment nicht erforderlich ist. Sollte die Inflation in den USA den zweiten Monat in Folge zurückgehen (unabhängig vom Ausmaß), hätte die Fed keinen Grund zur Eile. Warum? Trump verkündet täglich die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, der Iran hat sich mit Oman praktisch auf Schifffahrtsrouten durch die Meerenge geeinigt, weder Trump noch Teheran wollen den Krieg fortsetzen, und die Inflation geht ganz ohne Eingreifen der Zentralbank zurück. Natürlich kann jederzeit alles anders kommen. Die Straße von Hormus könnte für Monate oder sogar Jahre blockiert bleiben. Washington und Teheran sind von einer Einigung so weit entfernt wie die Sonne vom Mond. Und die Inflation könnte sich im Juli verlangsamen, um im August wieder anzuziehen.

Daher müssen in jedem Fall die Schlussfolgerungen unmittelbar vor der Fed-Sitzung im September gezogen werden. Bis zur Sitzung der Fed ist jedoch noch ein ganzer Monat Zeit, und der Markt braucht eine Grundlage für seine Handelsentscheidungen. Daher gehen wir davon aus, dass jede Verlangsamung der Verbraucherpreisinflation im Juli automatisch bedeuten wird, dass die Fed den Leitzins im September nicht anhebt. Diese Einschätzung kann sich im September ändern, wenn neue Nonfarm-Payrolls- und Arbeitslosenzahlen veröffentlicht werden, doch bis dahin ist das Basisszenario eine Beibehaltung der Zinsen.

Wie könnte der Dollar auf den Inflationsbericht reagieren? Das ist relativ einfach. Je niedriger die Inflation im Vergleich zu Juni ausfällt, desto wahrscheinlicher ist ein Rückgang des Dollars und desto geringer sind die Chancen, vor Jahresende überhaupt noch eine Zinserhöhung der Fed zu sehen. Je höher die Inflation im Vergleich zur Prognose von 3,4 % liegt, desto besser wird sich der Dollar entwickeln; die Wahrscheinlichkeit einer Straffung wird jedoch nicht wesentlich steigen, da die Lage am Arbeitsmarkt – der sich stillschweigend wieder auf den Trend von 2025 zubewegt hat – nun im Mittelpunkt steht. In der Folge wird der Dollar in keinem Szenario eine starke und nachhaltige Unterstützung vom Markt erhalten. Eine Korrektur ist möglich, doch in den kommenden Wochen rechnen wir weiterhin mit einem Anstieg des Euro. Langfristig erwarten wir eine Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends.

Exchange Rates 12.08.2026 analysis

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaars EUR/USD in den letzten 5 Handelstagen betrug zum 12. August 38 Pips und wird als „niedrig“ eingestuft. Wir erwarten, dass sich das Paar am Mittwoch in einer Spanne zwischen 1,1500 und 1,1576 bewegt. Der obere lineare Regressionstrendkanal ist abwärtsgerichtet, was auf die Fortsetzung der Abwärtsbewegung hindeutet. Der CCI-Indikator hat den überkauften Bereich erreicht und eine „bärische“ Divergenz ausgebildet, was vor einer möglichen Korrektur nach unten warnt.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,1536

S2 – 1,1505

S3 – 1,1475

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,1566

R2 – 1,1597

R3 – 1,1627

Handelsempfehlungen:

Das EUR/USD-Paar setzt im 4-Stunden-Chart seinen Aufwärtstrend fort, was der Beginn einer neuen Etappe eines globalen Aufwärtstrends in höheren Zeitrahmen sein könnte. Der übergeordnete fundamentale Hintergrund für den Dollar bleibt negativ, doch im Jahr 2026 sorgten zunächst die Geopolitik und anschließend der restriktive Kurs der Fed für starke Unterstützung der US-Währung. Allerdings endet jedes Märchen irgendwann. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können Short-Positionen mit Zielen bei 1,1500 und 1,1475 in Betracht gezogen werden. Oberhalb des gleitenden Durchschnitts sind Long-Positionen mit Zielen bei 1,1576 und 1,1597 relevant.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionstrendkanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Sind beide in die gleiche Richtung gerichtet, ist der Trend derzeit stark;
  • Die gleitende Durchschnittslinie (Einstellungen 20,0, geglättet) definiert die kurzfristige Tendenz und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;
  • Murray-Levels — Kursziele für Bewegungen und Korrekturen;
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) — der wahrscheinliche Preiskanal, in dem sich das Paar in den nächsten 24 Stunden basierend auf den aktuellen Volatilitätsindikatoren bewegen wird;
  • Der CCI-Indikator — sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter –250) oder den überkauften Bereich (über +250) signalisiert, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Paolo Greco,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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