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Der Euro und das Pfund legten zunächst leicht zu, doch in der zweiten Tageshälfte drehte sich das Bild und die Nachfrage nach dem US?Dollar nahm zu.
Wie die Daten zeigten, ist der US?Privatsektor zuversichtlich in das dritte Quartal gestartet, und der Dienstleistungssektor wuchs so stark wie seit neun Monaten nicht mehr: Der Index stieg auf 54,6 nach 51,2 im Juni. Der Composite PMI erreichte 54,5 – den höchsten Stand seit Oktober 2025 – und deutet auf ein jährliches BIP?Wachstum von etwa 2,3 % hin. Der PMI basiert auf Unternehmensbefragungen und spiegelt die Geschäftstätigkeit wider; Werte über 50 signalisieren Expansion. Ein derart starkes Ergebnis bestätigte die Robustheit der Wirtschaft und lieferte zusätzliche Argumente zugunsten des Dollars. Allerdings gab es bei diesem Anstieg eine wichtige Einschränkung: Ein Teil des Wachstums war einmalig und wurde durch einen Nachfrageanstieg im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft und dem Independence Day getrieben. Das Bild wurde zusätzlich durch den ADP?Bericht verkompliziert, der für Juli lediglich 44.000 neue Stellen auswies und damit auf eine Verlangsamung der Einstellungstätigkeit hindeutete. Diese Mischung aus hoher Aktivität und einem schwächeren Arbeitsmarkt sorgte für eine ambivalente Reaktion. Für Euro und Pfund blieb damit ein gewisser Spielraum: Ein starker PMI stützte den Dollar und setzte EUR/USD und GBP/USD unter Druck, während die enttäuschenden Beschäftigungsdaten die Dollar?Gewinne begrenzten und beiden europäischen Währungen die Chance gaben, sich zu behaupten.
Heute richtet sich in der ersten Tageshälfte der Blick auf die Einheitswährung vor allem auf die Industrieproduktion Italiens, die Industrieaufträge Deutschlands und die Einzelhandelsumsätze der Eurozone. Die Industrieproduktion zeigt das Produktionsvolumen der Fabriken, die Industrieaufträge sind ein vorlaufender Indikator für die künftige Auslastung der Industrie, und die Einzelhandelsumsätze spiegeln die Konsumnachfrage in der Region wider. Zusammengenommen liefern diese Kennzahlen ein umfassendes Bild des wirtschaftlichen Zustands des Währungsraums und beeinflussen über die Erwartungen an die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank den Euro. Fallen die Daten enttäuschend aus, dürfte der Druck auf die Einheitswährung zurückkehren. Schwache Produktion, rückläufige Aufträge oder schleppende Verkäufe würden das Vertrauen in die Widerstandskraft der Wirtschaft untergraben und dem Euro die Unterstützung entziehen, was EUR/USD nach unten drücken könnte. Umgekehrt würde ein robustes Zahlenwerk die Gemeinschaftswährung stützen und ihr helfen, ihre Positionen zu verteidigen.
Beim Pfund wird heute in der ersten Tageshälfte der UK Construction PMI die Richtung vorgeben. Dieser Indikator basiert auf Befragungen von Unternehmen der Baubranche und bildet die Bauaktivität ab; Werte über 50 signalisieren Expansion, Werte darunter Kontraktion. Die Lage im Sektor bleibt schwierig – hohe Finanzierungskosten, ein schwacher Immobilienmarkt und die Vorsicht der Investoren belasten die Aktivität –, weshalb das Risiko enttäuschender Daten hoch ist. Entsprechend könnte der Bericht das Pfund nach unten ziehen. Ein schwaches Ergebnis würde die Probleme der Branche bestätigen und die Argumente für die Widerstandskraft der Wirtschaft schwächen, was den Druck auf GBP/USD erhöhen dürfte.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Volkswirte, bietet es sich an, mit der Mean Reversion?Strategie zu arbeiten. Weichen die Daten hingegen deutlich nach oben oder unten von den Prognosen der Ökonomen ab, ist es sinnvoller, die Momentum?Strategie anzuwenden.
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