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Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD am Montag zugunsten des US-Dollars gedreht und sich unterhalb der Marke von 1,3454–1,3458 stabilisiert. Infolgedessen kann sich der Rückgang heute in Richtung des nächsten Fibonacci-Retracement-Levels von 38,2 % bei 1,3397 fortsetzen. Ein Rückprall vom Niveau 1,3397 würde das Pfund begünstigen und eine moderate Erholung in Richtung des Widerstandsbereichs bei 1,3454–1,3458 unterstützen. Eine Stabilisierung unterhalb von 1,3397 würde die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung des nächsten Fibonacci-Retracement-Levels von 50,0 % bei 1,3348 erhöhen.
Die Wellenstruktur bleibt bärisch, so ungewöhnlich das auch klingen mag. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief unterschritten, während die letzte Aufwärtswelle nicht in der Lage war, das vorherige Hoch zu überbieten. Daher behalten die Bären am Markt weiterhin die Initiative, auch wenn sie diese kurzfristig verlieren könnten. Meiner Ansicht nach ist der bärische Impuls, der 2026 begonnen hat, bereits abgeschlossen, und nur geopolitische Entwicklungen könnten die Bullen daran hindern, ihren Aufwärtstrend fortzusetzen. Allerdings bleibt das geopolitische Umfeld gemischt.
Der Nachrichtenfluss am Montag hat die Bären unterstützt, doch sie werden starke Daten vom US-Arbeitsmarkt und zum Thema Arbeitslosigkeit sowie eine Bestätigung benötigen, dass das FOMC bereit ist, die Geldpolitik weiter zu straffen, um ihre Bewegung auszudehnen. In der letzten Zeit haben viele Analysten begonnen, ihre „hawkish“ Prognosen aufzugeben, da jede neue Rede von Kevin Warsh voller Aussagen ist, die Zweifel aufkommen lassen. Es mag so wirken, als sage Warsh das, was die Märkte hören wollen, ohne selbst voll von seinen Worten überzeugt zu sein. In der Folge nehmen die Zweifel an der Bereitschaft der Federal Reserve, die Zinsen weiter anzuheben, allmählich zu.
In dieser Woche könnten die Bären weiterhin Unterstützung durch den Nachrichtenhintergrund erhalten, da der Konflikt im Nahen Osten jederzeit in eine neue Phase der Eskalation eintreten könnte. Teheran bestreitet, dass irgendwelche Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten stattfinden, was Donald Trump sehr verärgert hat. Sollten tatsächlich keine Verhandlungen im Gange sein, ist eine erneute Eskalation nur eine Frage der Zeit. Eine solche Eskalation würde dem US-Dollar zusätzliche Unterstützung verleihen. Außerdem wird der Markt früher oder später wohl aufhören zu glauben, dass eine mögliche Einigung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten noch erreichbar ist.
Im 4-Stunden-Chart ist das Währungspaar GBP/USD bis in den Widerstandsbereich bei 1,3467–1,3482 gestiegen und von dort abgeprallt. Diese Ablehnung deutet auf einen Rückgang in Richtung des 50,0%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,3409 hin, was genau dem aktuellen Kursverlauf entspricht. Ein erneuter Aufprall vom Niveau 1,3409 würde das Pfund begünstigen und eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung unterstützen. Auf keinem der Indikatoren sind derzeit entstehende Divergenzen erkennbar.
Commitments of Traders (COT) Report:
Die Stimmung in der Kategorie „Non-commercial“ wurde in der jüngsten Berichtswoche deutlich bärischer. Die Zahl der von spekulativen Händlern gehaltenen Long-Positionen verringerte sich um 2.824, während die Zahl der Short-Positionen um 6.429 anstieg. Die Lücke zwischen Long- und Short-Positionen beträgt nun ungefähr 61.000 gegenüber 126.000. Obwohl die Bären nach wie vor einen deutlichen Vorteil haben, verringern sich sowohl der Abstand als auch ihre Dominanz allmählich. Zuvor war die bärische Dominanz unangefochten, doch vor dem Hintergrund der sich wandelnden Nachrichtenlage ist der Ausblick nun weniger eindeutig.
Ich rechne weiterhin nicht mit einem anhaltenden Bärenmarkt für das Pfund. Kurzfristig wird die Marktrichtung jedoch weniger von Konjunkturdaten, Trumps Handelspolitik oder der Geldpolitik der Zentralbanken abhängen, sondern stärker von der Dauer, dem Ausmaß und den Folgen des Konflikts im Nahen Osten. In den letzten Monaten war der Markt zunehmend optimistisch hinsichtlich der Friedensaussichten, doch die Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sind gescheitert, bevor nennenswerte Fortschritte erzielt werden konnten. Es gibt zudem keine Garantie dafür, dass sie in absehbarer Zeit wieder aufgenommen werden.
Wirtschaftskalender für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich:
Der Wirtschaftskalender für den 4. August enthält nur ein Ereignis, das ich nicht als besonders wichtig einstufen würde. Daher dürfte der Einfluss makroökonomischer Daten auf die Marktstimmung am Dienstag sehr begrenzt oder gar nicht vorhanden sein.
GBP/USD-Prognose und Trading-Tipps:
Short-Positionen wurden nach der Konsolidierung des Paares unterhalb der Marke von 1,3454–1,3458 im Stundenchart gültig, mit Kurszielen auf der Unterseite bei 1,3397 und 1,3348. Diese Positionen können auch heute noch gehalten werden. Long-Positionen können nach einem Abprall vom Niveau bei 1,3397 in Betracht gezogen werden, mit Zielen auf der Oberseite bei 1,3458 und 1,3526.
Die Fibonacci-Retracement-Niveaus sind im Stundenchart von 1,3140 bis 1,3557 und im 4-Stunden-Chart von 1,3158 bis 1,3655 eingezeichnet.
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