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Trotz des deutlichen Rückgangs des US-Dollar am gestrigen Nachmittag gelang es den Händlern, während des heutigen asiatischen Handels einen Großteil ihrer Positionen wieder aufzubauen.
Positive Nachrichten zur Lage im Nahen Osten und zu den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran führten zu einer erneuten Belebung der Nachfrage nach Risikoanlagen. Die beobachtete Entspannung der geopolitischen Situation hat die Unsicherheit verringert, die zuvor auf den globalen Märkten lastete. Da sich die Händler weniger vor einer Eskalation des Konflikts fürchten, investieren sie wieder stärker in risikoreichere Anlagen. Die Abschwächung des US-Dollar ist eine natürliche Folge dieser Verschiebung.
Heute werden in der europäischen Wirtschaft mehrere wichtige makroökonomische Kennzahlen erwartet, die die Dynamik des Euro maßgeblich beeinflussen könnten. Insbesondere werden Marktteilnehmer die Daten zur Veränderung der Arbeitslosenquote in Deutschland genau verfolgen, da ein Rückgang der Arbeitslosigkeit traditionell ein positives Signal für die Wirtschaft darstellt und als Katalysator für eine Aufwertung des Euro wirken kann.
Im Anschluss an die Arbeitsmarktdaten gilt das besondere Augenmerk den Veröffentlichungen der Verbraucherpreisindizes für Deutschland und Italien. Eine moderate oder erhöhte Inflation, vor allem wenn sie das Ziel der Europäischen Zentralbank erreicht oder übertrifft, könnte die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Geldpolitik verstärken. Sollten die Inflationszahlen über den Prognosen liegen, würde dies die Position des Euro stützen, da es auf eine künftig straffere Geldpolitik der EZB hindeuten könnte.
Was das Pfund betrifft, verspricht auch die erste Tageshälfte an den Finanzmärkten ereignisreich zu werden. Das Hauptereignis wird die Veröffentlichung der BIP-Veränderung des Vereinigten Königreichs für das erste Quartal sein. Diese Daten liefern einen umfassenden Überblick über den Zustand der britischen Wirtschaft, da sie die Entwicklung der Industrie-, Dienstleistungs- und Bausektoren widerspiegeln. Positive Zahlen könnten eine Grundlage für eine Aufwertung des britischen Pfund bilden, während enttäuschende Werte die Landeswährung schwächen könnten.
Parallel zur BIP-Veröffentlichung wird auch der Leistungsbilanzsaldo auf großes Interesse stoßen. Diese Kennzahl spiegelt die Differenz zwischen den in das Land fließenden und aus dem Land abfließenden Geldströmen wider. Eine Abweichung des Saldos von den erwarteten Niveaus könnte den Wechselkurs des Pfund deutlich beeinflussen, insbesondere bei der Bewertung des Außenhandels und der Attraktivität des Landes für Investoren.
Zusätzlich dürfte die erwartete Rede von Sarah Breeden, Mitglied des Financial Stability Committee der Bank of England, für erhöhte Volatilität an den Märkten sorgen. Ihre Äußerungen zu den Inflationsaussichten, zum Zustand des Finanzsystems und zur möglichen künftigen Geldpolitik könnten wichtige Signale für Händler liefern. Die Aufmerksamkeit wird sich auf alle Hinweise zu Änderungen der Zinssätze oder anderen Instrumenten richten, die die Zentralbank zur Stabilisierung der Wirtschaft oder zur Bekämpfung von Inflationsprozessen einsetzen könnte.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Ökonomen, ist es sinnvoller, sich an der Mean Reversion-Strategie zu orientieren. Fallen die Daten dagegen deutlich höher oder niedriger aus als erwartet, ist es am besten, die Momentum-Strategie anzuwenden.
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