empty
 
 
de
Support
Sofortige Kontoeröffnung
Handelsplattform
Einzahlen / Auszahlen

26.06.202608:09 Analytische Bewertungen Forex: Die US-Wirtschaft erwies sich im ersten Quartal als deutlich stärker

Relevance up to 01:00 2026-06-27 UTC--4

Wie die Daten zeigen, war die amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal deutlich stärker als zuvor angenommen. Laut der dritten und endgültigen Schätzung wuchs das reale BIP der USA auf annualisierter Basis um 2,1 Prozent, nach 0,5 Prozent im vierten Quartal 2025. Dies ist eine Aufwärtskorrektur um 0,5 Prozentpunkte gegenüber der zweiten Schätzung von 1,6 Prozent und damit eine positive Überraschung, da der Markt eher mit einer Bestätigung der Schwäche als mit einer Beschleunigung gerechnet hatte.

Exchange Rates 26.06.2026 analysis

Die Mechanik dieser Revision ist allerdings bemerkenswert. Der wesentliche Beitrag zur Verbesserung stammt aus einer Senkung der Importschätzung, die bei der Berechnung des BIP abgezogen wird, und wurde nur teilweise durch eine nach unten korrigierte Konsumausgabenkomponente ausgeglichen. Mit anderen Worten: Die Schlagzeile verbesserte sich zum Teil aus technischen Gründen und nicht ausschließlich aufgrund einer realen Stärkung der inländischen Nachfrage. Dies wird auch durch eine aussagekräftigere Kennzahl bestätigt. Die realen Verkäufe an inländische Abnehmer, die Konsum und private Investitionen zusammenfassen und als besserer Indikator für die Kerndynamik der Nachfrage gelten, stiegen nur um 1,7 Prozent und wurden um 0,7 Prozentpunkte nach unten revidiert. In realen Größen betrachtet steht die Wirtschaft somit schlechter da, als es die Gesamtzahl von 2,1 Prozent vermuten lässt.

Aus Branchensicht wurde das Bild vor allem durch den Staatssektor gestützt, der solide 7,5 Prozent beitrug, sowie durch die private Güterproduktion, die um 4,5 Prozent zulegte, während der Dienstleistungssektor nur um verhaltene 0,8 Prozent wuchs. Zu den führenden Branchen zählten Informationstechnologie, die Bundesregierung, professionelle und wissenschaftliche Dienstleistungen sowie die Herstellung langlebiger Güter. Hier zeigt sich deutlich der Einfluss des Investitionsbooms rund um künstliche Intelligenz. Zu den größten Nachzüglern gehörten der Einzel- und Großhandel sowie der Finanz- und Versicherungssektor, was mit der Schwäche des Verbrauchersektors übereinstimmt, die wir in den Einzelhandelsdaten gesehen haben.

Der Inflationsbestandteil des Berichts verdient besondere Aufmerksamkeit und gibt Anlass zur Sorge. Der PCE-Preisindex innerhalb des BIP lag im ersten Quartal bei 4,6 Prozent, während die Kernrate 4,4 Prozent erreichte. Dies ist höher als die monatlichen PCE-Werte im Mai und erinnert daran, dass der Preisdruck bereits hoch war, noch bevor der militärisch bedingte Ölpreisschub seinen Höhepunkt erreichte. Unterdessen stiegen die Unternehmensgewinne um 74,4 Milliarden US-Dollar und wurden nach oben revidiert, was die Widerstandsfähigkeit des Aktienmarktes und seine Bereitschaft erklärt, geopolitische Schocks weitgehend zu ignorieren.

Exchange Rates 26.06.2026 analysis

Für die Federal Reserve zeichnet dieser Bericht ein zwiespältiges Bild, tendiert aber eher dazu, den restriktiven Kurs zu untermauern. Auf der einen Seite wächst die Wirtschaft um 2,1 Prozent und braucht offensichtlich keine zusätzlichen Konjunkturimpulse, und die Unternehmensgewinne erreichen Rekordstände. Auf der anderen Seite bestätigt die Inflation in den BIP-Daten das, was Goolsbee gestern angesprochen hat und was die PCE-Daten für Mai gezeigt haben. Der Preisdruck ist hartnäckig und liegt weiterhin deutlich über dem Zielwert. Zur Erinnerung: Kevin Warsh hat bereits in der ersten Sitzung klargemacht, dass er bereit ist, die Zinsen anzuheben, und das kräftige BIP-Wachstum in Kombination mit hoher Inflation stützt seine Argumentation.

Der wichtigste dämpfende Faktor bleibt der Einbruch der Ölpreise infolge der Vereinbarung mit dem Iran, der die Inflation in den kommenden Monaten abschwächen dürfte. Solange die realwirtschaftlichen Daten jedoch so robust ausfallen wie bisher, wird der Markt voraussichtlich eher eine Zinserhöhung als eine Zinssenkung in diesem Jahr einpreisen. Für den Dollar spricht dies für weitere Aufwertung gegenüber dem Euro, dem britischen Pfund und anderen Risikoanlagen.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Miroslaw Bawulski,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
Benefit from analysts’ recommendations right now
Top up trading account
Open trading account

InstaSpot analytical reviews will make you fully aware of market trends! Being an InstaSpot client, you are provided with a large number of free services for efficient trading.

Können Sie momentan nicht telefonieren?
Dann stellen Sie Ihre Frage im Chat.