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Am Mittwoch setzte das Währungspaar EUR/USD seine Abwärtsbewegung fort, nachdem es sich unterhalb des 100,0%-Fibonacci-Retracements bei 1,1411 stabilisiert hatte, und bewegte sich in Richtung des 127,2%-Fibonacci-Levels bei 1,1291. Ein Rebound von 1,1291 würde es Tradern ermöglichen, mit einer Umkehr zugunsten des Euro und einem moderaten Anstieg in Richtung 1,1411 zu rechnen. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1291 würde die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung des nächsten Fibonacci-Retracements bei 161,8% – 1,1139 – erhöhen.
Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt bärisch. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat zwar das vorherige Hoch überschritten, doch die jüngste Abwärtswelle hat das vorherige Tief nach unten durchbrochen und entwickelt sich weiterhin. Die geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert; allerdings hat die Federal Reserve eine neue Welle von Abwärtsdruck ausgelöst, die bislang nicht abgeklungen ist. Für eine voll ausgeprägte Fortsetzung des Abwärtstrends wären zusätzliche Faktoren nötig, die ich derzeit nicht erkenne, doch die Bullen leisten im Moment praktisch keinen Widerstand.
Der Mittwoch hätte für die Marktteilnehmer problemlos zu einem ruhigen Handelstag mit wenig Bewegung sowohl im Euro als auch im US-Dollar werden können. Die Bären entschieden sich jedoch, nicht nachzulassen, und setzten ihren Verkaufsdruck fort. Erst am Abend legten die Verkäufer eine Pause ein, was dem Euro eine leichte Gegenbewegung ermöglichte. Den ganzen Tag über war die Nachrichtenlage nahezu leer, abgesehen von einigen zweitrangigen Veröffentlichungen, die die Entwicklung des Währungspaares nicht nennenswert beeinflussen konnten.
In der Folge haben wir einen einwöchigen Rückgang des Euro und einen Anstieg des Dollar erlebt, was zu bullischen Divergenzen beim CCI-Indikator und deutlichen Überverkauft-Signalen beim RSI-Indikator geführt hat. Es ist bemerkenswert, dass der RSI nur selten in überkaufte oder überverkaufte Bereiche vordringt, weshalb jedem solchen Signal besondere Aufmerksamkeit gebührt. Meiner Ansicht nach ist die jüngste Aufwertung des Dollar durch das fundamentale Umfeld nicht gerechtfertigt, wenn man alle Faktoren berücksichtigt – darunter die jüngste Sitzung der ECB, die Haltung von Christine Lagarde, das Ende des Konflikts im Nahen Osten, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, den Beginn der Nuklearverhandlungen und die fallenden Ölpreise.
Im 4-Stunden-Chart hat sich das Paar unterhalb des Fibonacci-Retracement-Levels von 100,0 % bei 1,1411 konsolidiert, was die Erwartung eines weiteren Rückgangs des Euro zulässt. Auf dem CCI-Indikator hat sich eine bullische Divergenz ausgebildet, während der RSI überverkaufte Bedingungen signalisiert – beides Faktoren, die den Vormarsch der Bären bremsen könnten. Vorerst bleiben dies jedoch lediglich technische Signale im Chart. Die Bären ignorieren sie weiterhin und halten den Abwärtsdruck aufrecht.
Commitments of Traders (COT) Report:
In der letzten Berichtswoche haben professionelle Händler 8.441 Long-Positionen eröffnet und 11.980 Short-Positionen geschlossen. In der siebenwöchigen Phase im Februar und März verschwand der überwältigende Vorteil der Bullen infolge des Kriegs unter Beteiligung des Iran. In den vergangenen zwölf Wochen hat sich die Lage jedoch normalisiert, da die Kampfhandlungen im Nahen Osten abgenommen haben und die Bullen wieder die Oberhand gewonnen haben. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beläuft sich nun auf 228.000, gegenüber 193.000 Short-Positionen.
Insgesamt betrachtet bleiben große institutionelle Händler aus langfristiger Perspektive dem Euro gegenüber positiv eingestellt. Natürlich wirken sich weltweite Entwicklungen unterschiedlichster Art – an denen es in den letzten Jahren gewiss keinen Mangel gab – weiterhin auf die Anlegerstimmung aus. Derzeit liegt die Aufmerksamkeit des Marktes weiterhin auf dem Nahen Osten, wo die militärischen Aktivitäten pausieren und ernsthafte Verhandlungen begonnen haben, die letztlich zu Frieden führen könnten. Dennoch ignoriert der Markt weiterhin die Verbesserung der geopolitischen Lage sowie viele andere Faktoren, die den Euro stützen.
Nachrichtenkalender für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union:
Der Wirtschaftskalender für den 25. Juni umfasst fünf Veröffentlichungen, wobei das US-BIP als Schlüsselereignis herausragt. Die Konjunkturdaten können die Marktstimmung am Donnerstag beeinflussen, doch für die Händler ist klar ersichtlich, dass Konjunkturberichte derzeit nicht der Haupttreiber der aktuellen Marktbewegung sind.
EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:
Long-Positionen können heute in Erwägung gezogen werden, wenn das Paar auf dem Stundenchart vom Niveau 1,1290 nach oben abprallt, mit einem Ziel bei 1,1409. Short-Positionen konnten zuvor nach einem Schlusskurs unter 1,1578 und erneut nach einem Schlusskurs unter 1,1514 mit Ziel 1,1409 eröffnet werden. Dieses Ziel wurde bereits erreicht. Neue Short-Positionen hätten nach einem Schlusskurs unter 1,1409 mit Ziel 1,1291 eröffnet werden können. Heute können diese Positionen geschlossen werden, da der Dollar nicht unbegrenzt weiter steigen kann.
Fibonacci-Gitter werden auf dem Stundenchart von 1,1409 bis 1,1850 und auf dem 4-Stunden-Chart von 1,1411 bis 1,1850 gezogen.
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