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Gold (XAU/USD) setzt seinen Abwärtstrend den dritten Tag in Folge (und den sechsten in den letzten sieben Tagen) fort und bleibt am Donnerstag unter der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar. Das Metall notiert nahe seinem Tiefstand vom Mittwoch – dem schwächsten Niveau seit November 2025 –, während Marktteilnehmer auf den US-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) warten. Dieser wichtige Inflationsindikator kann den Kurs der Fed-Geldpolitik vorgeben und damit entsprechend den Preis des nicht verzinsten Goldes beeinflussen.
Gleichzeitig haben sich die Inflationssorgen etwas abgeschwächt, nachdem der Rohölpreis deutlich gefallen ist, was auf die Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus folgte. Zusätzlich geriet Öl unter Druck durch eine vorübergehende (60-tägige) Lockerung der Sanktionen, die die Förderung, den Transport sowie den Verkauf von iranischem Öl, Erdölprodukten und Petrochemikalien erlaubt. Infolgedessen sind die Ölpreise auf das Niveau zurückgegangen, das vor dem Konflikt zwischen den USA und Iran zu beobachten war.
Das verringert den Preisdruck in den frühen Phasen der Produktions- und Lieferketten, die in die Verbraucherpreisinflation einfließen, und veranlasst Trader dazu, ihre Erwartungen an weitere geldpolitische Straffungen der Fed anzupassen.
Der durch diese Faktoren verursachte Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen begrenzt zwar das Aufwärtspotenzial des Dollar, hat dem Goldpreis jedoch keine nennenswerte Unterstützung geliefert. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preist der Markt nach wie vor mit mehr als 80 % Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende ein, was eine mögliche Dollar-Schwäche begrenzt. Unterdessen hat der vorangegangene Ausverkauf bei Tech-Aktien die allgemeine Marktstimmung verschlechtert und stützt die Nachfrage nach dem Dollar als Safe-Haven-Anlage.
In der Summe erhöhen diese Faktoren die Wahrscheinlichkeit weiterer Abwärtsrisiken für das Edelmetall im kurzfristigen Horizont, unterbrochen von Erholungsbewegungen, die voraussichtlich genutzt werden, um neue Short-Positionen zu eröffnen, und deren Ausmaß begrenzt bleiben dürfte. Zusätzliche Bestätigung für dieses bärische Szenario liefert die Konsolidierung unter 4.000 US-Dollar, nachdem es zuletzt mehrfach nicht gelungen ist, die 200-Tage-EMA nachhaltig zu überwinden. Die Oszillatoren sind negativ und zeigen, dass die Bären die Oberhand haben, doch der RSI nähert sich dem überverkauften Bereich, was auf eine Abschwächung des Abwärtsmomentums hindeutet. Daher ist es sinnvoll, mit der Eröffnung neuer Short-Positionen zu warten, bis sich eine kurzfristige Konsolidierung oder eine moderate Gegenbewegung abzeichnet.
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