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Der gestrige Handel an den US-Aktienmärkten endete uneinheitlich: Der S&P 500 und der Nasdaq 100 verzeichneten Verluste (um 0,57 % bzw. 1,15 %), während der Dow Jones um 0,64 % zulegte. Anleihen und Gold befinden sich in einem Aufwärtstrend, wohingegen der Ölpreis bereits den vierten Tag in Folge fällt. Brent rutschte unter 79 US-Dollar je Barrel und hat in den vergangenen vier Sitzungen insgesamt rund 15 % verloren.
Der Grund ist einfach: Ein Ölpreis unter 80 US-Dollar mildert die Sorge vor einem Inflationsschock im Zusammenhang mit einer möglichen Schließung der Straße von Hormus. Zuvor, als Brent im Mai über 95 US-Dollar gehandelt wurde, erreichte die Inflation in den USA mit 4,2 % ihren Höchststand (der höchste Wert seit 2023), und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bis Dezember lag bei über 80 %. Die Lage dreht sich nun, und die Märkte preisen vermutlich ein Szenario ein, in dem die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen nachlassen, da der Inflationsdruck aus dem Energiesektor nachgibt. Weitere Einzelheiten finden Sie über den Link.
Kevin Warsh wählte einen unerwarteten Ansatz. Anstatt bei seiner ersten FOMC-Sitzung als Vorsitzender sofort seine Haltung zu den Zinssätzen zu signalisieren, konzentrierte er sich darauf, das Komitee hinter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen – die Inflation auf 2 % zu senken. Das führte zu einer einstimmigen Entscheidung, im Gegensatz zur vorherigen Sitzung, bei der es vier Gegenstimmen gegeben hatte.
Unterschiede zeigten sich in den Zinserwartungen: Im Juni rechneten 9 der 18 FOMC-Mitglieder mit mindestens einer Zinserhöhung im Jahr 2026, während nur eines eine Senkung prognostizierte. Damit markierte die Juni-Sitzung eine deutlich restriktivere Wende, die die Finanzmärkte spürbar beeinflusst hat. Unklar bleibt jedoch, ob Warsh persönlich eher den „Tauben“ oder den „Falken“ zuzurechnen ist. Weitere Details über den Link.
Bei ihrer vierten aufeinanderfolgenden Sitzung unter dem Vorsitz von Kevin Warsh hat die Federal Reserve einstimmig beschlossen, den Leitzins (federal funds rate) unverändert bei 3,50–3,75 % zu belassen. Dennoch deuten die aktualisierten Projektionen auf eine mögliche Straffung der Geldpolitik hin: Neun Ausschussmitglieder rechnen nun bis Ende 2026 mit mindestens einer Zinserhöhung. Die mediane Jahresendprognose für den Zinssatz stieg von 3,4 % auf 3,8 % und signalisiert damit eine restriktivere Ausrichtung.
Diese Veränderungen lösten Marktvolatilität aus: Der Goldpreis fiel um rund 1,3 %, während die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen sprunghaft anzogen. Warsh wiederum verzichtete darauf, eine eigene Zinsprognose abzugeben, und kündigte die Einrichtung von fünf neuen Arbeitsgruppen zur Überprüfung der Fed-Abläufe an. Er sagte gegenüber Journalisten, es sei nicht möglich, einen klaren Ausblick auf den künftigen geldpolitischen Kurs zu geben. Weitere Einzelheiten finden sich über den Link.
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