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Die Bank of England hält ihre nächste geldpolitische Sitzung am Donnerstag ab. Die Märkte sind fest davon überzeugt, dass der Zinssatz bei 3,75 % bleiben wird, und die Hauptaufmerksamkeit gilt den Signalen, die die BoE in Bezug auf zentrale makroökonomische Indikatoren sendet, in erster Linie zur Inflation.
Die britische Wirtschaft befindet sich in einer recht schwierigen Lage. Trotz positiver Daten zum Einkaufsmanagerindex (PMI) zeigte das BIP im April eine negative Entwicklung (-0,1 %). Die Inflationserwartungen der Verbraucher haben 4 % erreicht, und es bleibt unklar, wie die Wirtschaft mit einer möglichen Zinserhöhung umgehen würde, falls diese notwendig werden sollte. Die Industrieproduktion stagnierte im April (Nullwachstum), während sich der Jahreswert auf -0,2 % verschlechterte.
Vor der Sitzung werden zwei wichtige Berichte zum Arbeitsmarkt und zur Inflation veröffentlicht. Auch wenn sie die aktuelle Entscheidung voraussichtlich nicht beeinflussen werden, helfen sie den Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses, ihre Einschätzung für den künftigen Verlauf der Zinssätze anzupassen.
Gerade dieser Verlauf ist derzeit die zentrale Unbekannte. Die BoE muss einen Anstieg der Inflation und eine konjunkturelle Abschwächung ausbalancieren – eine Aufgabe, die im Kern gegensätzliche Entscheidungen erfordert. Das Lohnwachstum im Vereinigten Königreich bleibt hoch, die Inflation liegt weiterhin über dem Ziel, und das BIP-Wachstum hat sich verlangsamt.
Unter diesen Umständen bleiben die Aussichten für das Pfund Sterling äußerst unsicher. Mehrere bedeutende Faktoren treffen in sehr kurzer Zeit aufeinander, und jeder von ihnen hat das Potenzial, die Notierungen des Pfunds erheblich zu beeinflussen.
Die Netto-Short-Position in GBP stieg in der Berichtswoche um 1 Mrd. USD auf -5,4 Mrd. USD, wobei die spekulative Positionierung bärisch ist. Der berechnete faire Wert liegt unter dem langfristigen Durchschnitt, weist jedoch keinen klaren Trend auf.
Das Währungspaar GBP/USD stieg bis in die Widerstandszone von 1,3440/50, die es – wie von uns in der vorherigen Analyse erwartet – nicht überwinden konnte. Sollte das Pfund in den kommenden zwei Tagen Unterstützung durch den Beschluss der Federal Reserve sowie durch eigene makroökonomische Daten erhalten, könnte es einen neuen Ausbruchsversuch aus dieser Zone unternehmen, mit dem Ziel, 1,3508 zu erreichen. Ein weiteres Aufwärtspotenzial erscheint jedoch aufgrund fundamentaler Faktoren unwahrscheinlich. Andernfalls ist ein Rückgang des Pfunds unter die nächstgelegene Unterstützungszone von 1,3299/3305 nahezu unvermeidlich.
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