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Bitcoin und Ethereum zeigen keinerlei Bereitschaft, auch nur leicht zu korrigieren. In der vergangenen Woche hat Bitcoin 17 % seines Wertes verloren, während Ethereum um 21 % gefallen ist. Man kann endlos darüber diskutieren, warum der Kryptowährungsmarkt erneut fällt, doch wir warnen bereits seit drei Monaten konsequent davor – und das sogar ohne die geopolitischen Faktoren, die Inflation und die Stimmungsänderungen der Federal Reserve zu berücksichtigen.
Inzwischen haben Experten einen neuen Grund gefunden zu glauben, dass Bitcoin bald in einen neuen Bullenmarkt eintreten könnte, der ihn auf 400.000 US‑Dollar führen kann. Dem sogenannten „Power Law“ zufolge wird Bitcoin derzeit unter seinem fairen Wert von 134.000 US‑Dollar und unter seiner „unteren Spanne“ von 67.000 US‑Dollar gehandelt. Die obere Spanne liegt bei 404.000 US‑Dollar. Was ist das „Power Law“ und was bedeuten diese Niveaus und Spannen? Im Kern handelt es sich um einen aufwärtsgerichteten langfristigen Kanal mit drei Begrenzungen, einschließlich der mittleren Spanne. Streng genommen ist es kein Kanal, sondern ähnelt eher einer Hyperbel. Das Prinzip ist jedoch vergleichbar. Seit 2017 hat Bitcoin die Untergrenze dieser Hyperbel dreimal berührt, und im Jahr 2026 (jetzt) hat er sie zum vierten Mal erreicht. Die Obergrenze wurde seit 2017 jedoch nur zweimal angetestet, was darauf hindeutet, dass das langfristige Wachstum von Bitcoin sich verlangsamt.
Analyst Mark Harvey ist jedoch der Ansicht, dass Bitcoin nur selten von diesem Modell abweicht. Jedes Mal, wenn Bitcoin den „Boden“ der Hyperbel erreicht habe, habe eine kräftige Erholung eingesetzt. Wir möchten Händler an mehrere wichtige Punkte erinnern. Erstens wird jedes Modell früher oder später obsolet. Zweitens erklärt Harvey nicht, was genau den „fairen Wert“ ausmacht und weshalb dieser bei 134.000 US‑Dollar liegen soll – einem Niveau, das Bitcoin in seiner Geschichte noch nie erreicht hat. Drittens wird jeder Kanal irgendwann nach oben oder unten verlassen, und jeder Aufwärtstrend endet einmal. Viertens garantiert die Rendite der Vergangenheit keine Rendite in der Zukunft.
Bitcoin bildet weiterhin einen ausgeprägten Abwärtstrend und Korrekturen dagegen aus. Wir rechnen nach wie vor mit einem Rückgang in Richtung 57.500 US‑Dollar (dem 61,8‑%‑Fibonacci‑Niveau des dreijährigen Aufwärtstrends), und es gibt nach wie vor keinerlei Anzeichen für die Entstehung eines neuen Aufwärtstrends. Die jüngste bärische FVG hat sich im Bereich von 68.000–70.700 US‑Dollar gebildet; daher dient diese Zone in den kommenden Wochen als Point of Interest (POI) für Short‑Positionen. Auf dem 4‑Stunden‑Chart kann die Kryptowährung kurzfristig korrigieren, daher können Händler, die gegen den Trend handeln möchten, Long‑Positionen auf Basis bullischer Muster in Betracht ziehen.
Auf dem Tageschart setzt sich die Bildung eines Abwärtstrends fort, der im August des vergangenen Jahres begonnen hat. Das zentrale Muster für Verkaufssignale war und bleibt der bärische Order Block im Wochenchart. Wie bereits zuvor angemerkt, kann die durch dieses Signal ausgelöste Bewegung stark und lang anhaltend sein. Wir gehen nicht davon aus, dass sie bereits beendet ist, da es weder bei Bitcoin noch bei Ethereum Anzeichen für ein Nachlassen des Abwärtstrends gibt. In naher Zukunft kann Ethereum seinen Rückgang mit Kurszielen bei 1.391 und 788 US‑Dollar fortsetzen. Mit einer Aufwärtskorrektur ist zu rechnen, sobald sich auf mindestens dem 4‑Stunden‑Chart ein bullisches Muster oder andere Anzeichen einer Umkehr nach oben herausbilden. Unter den neuen POI‑Zonen für Short‑Positionen heben wir die FVG im Bereich von 1.624–1.720 US‑Dollar hervor. Wird dieses Muster ignoriert, erhalten Händler ein Signal für eine Korrektur.
Hinweise zu den Abbildungen:
*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.
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