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10.06.202615:31 Analytische Bewertungen Forex: Öl stoppt den Greenback

Relevance up to 08:00 2026-06-15 UTC--4

Was fehlt dem US-Dollar? Eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten müsste eigentlich zu einer höheren Nachfrage nach sicheren Häfen führen. Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft sehen die Derivatemärkte die Wahrscheinlichkeit für eine Straffung der Fed im Jahr 2026 inzwischen bei über 70%. Die US-Wirtschaft wirkt robust und kann sich höhere Finanzierungskosten leisten – anders als die europäische Wirtschaft, die im ersten Quartal geschrumpft ist. Dennoch zeigt EUR/USD keine Eile, zu fallen.

Donald Trump erklärte, Iran werde einen Preis dafür zahlen, dass es Friedensverhandlungen in die Länge zieht. Eine Einigung hätte bereits erzielt werden können, doch Teheran zögert. Bedeutet die Aussage des Präsidenten, dass die Bombardierung der Islamischen Republik, die nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers begonnen hatte, fortgesetzt wird? Viel wird davon abhängen, wie der Ölmarkt reagiert. Dessen Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten war bislang eher ungewöhnlich.

Anleger sind so überzeugt, dass die Konfrontation zwischen den USA und Iran bald enden wird, dass sie beim Kauf von Rohöl Abschläge verlangen. Niemand will für Lieferungen im August mehr bezahlen, als er zahlen würde, wenn die Straße von Hormus offen wäre. Gleichzeitig belasten der steigende Durchsatz in der wichtigsten Ölarterie der Welt und die rückläufigen chinesischen Importe den Brent-Preis. Nur wenige scheinen sich an dem rekordhohen Abbau der Lagerbestände zu stören.

Exchange Rates 10.06.2026 analysis

Wenn der Ölpreis auf eine weitere Eskalation nicht steigt, verschafft das dem Weißen Haus mehr politischen Spielraum. Die USA könnten zu aktiven Angriffen auf den Iran zurückkehren – in der Hoffnung, dass sich der Ölmarkt an eine Blockade der Straße von Hormus angepasst hat, dass die Inflation in den USA nicht anzieht und dass die Federal Reserve nicht in der Lage sein wird, die Zinsen anzuheben.

Die Verbraucherpreise im Mai brachten tatsächlich keine Überraschungen. Ihr Anstieg um 4,2 % und die Beschleunigung der Kerninflation von 2,8 % auf 2,9 % im Jahresvergleich waren von Bloomberg-Analysten prognostiziert worden. Die „sell the rumor, buy the fact“-Dynamik trieb das Währungspaar EUR/USD nach oben. Allerdings rücken die Bullen vorsichtig weiter nach Norden vor.

Exchange Rates 10.06.2026 analysis

Der Hauptgrund ist die Turbulenz an den US-Aktienmärkten. Zunächst fielen die Aktienindizes in der stärksten Verkaufswelle seit 2020, anschließend verzeichneten sie die heftigsten Achterbahnbewegungen seit dem Verzicht des Weißen Hauses auf massive Zölle im Jahr 2025. Die gestiegene Volatilität des S&P 500 hat zur Schließung sowohl von Aktienpositionen als auch von Absicherungsgeschäften geführt. Diese Absicherungen beinhalteten den Verkauf des Greenback zur Absicherung des Währungsrisikos; nun wird der Greenback gekauft.

Technisch gesehen prallte EUR/USD im Tageschart von der Unterseite der Fair-Value-Spanne von 1,1530–1,1680 ab. Gelingt es den Bullen, sich über dem wichtigen Pivot bei 1,1555 zu halten, steigen die Chancen auf eine weitere Rally in Richtung 1,1615 und 1,1640. Ein Ausbruch über diesen Widerstand wäre ein Signal für

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Marek Petkovich,
Analytical expert of InstaSpot
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