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Zu Beginn der europäischen Sitzung am Montag schwankt der Goldpreis (XAU/USD) weiterhin unterhalb der oberen Begrenzung der Handelsspanne, die sich vor rund einer Woche gebildet hat. Die Entwicklungen am Wochenende haben die Erwartungen auf ein mögliches Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran verstärkt, was den US‑Dollar schwächte und den Goldpreis stützte. Dennoch bestehen zwischen den Parteien weiterhin erhebliche Differenzen in zentralen Fragen. Zusammen mit den Erwartungen an eine noch restriktivere („hawkishe“) Geldpolitik der Federal Reserve begrenzt dies den Rückgang des Dollars und bremst weitere Kursgewinne des nicht verzinsten Assets.
Spät am Samstagabend berichtete Axios unter Berufung auf einen Vertreter der US‑Regierung, dass Washington und Teheran einer Vereinbarung nähergekommen seien, die eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage vorsieht, in deren Verlauf der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus voraussichtlich wieder aufgenommen wird. Zudem erklärte der US‑Präsident Donald Trump, dass die wichtigsten Parameter eines Friedensabkommens bereits weitgehend ausgearbeitet seien. Dies erhöhte die Risikobereitschaft der Anleger, während der anschließende Rückgang der Ölpreise die Inflationserwartungen dämpfte und vor dem Hintergrund eingeschränkter Liquidität – da mehrere Weltmärkte feiertagsbedingt geschlossen blieben – zu einem deutlichen Rückgang der Renditen US‑amerikanischer Staatsanleihen führte. In der Folge geriet der US‑Dollar zusätzlich unter Druck.
Gleichzeitig wies Trump seine Vertreter an, den Verhandlungsprozess nicht zu beschleunigen, und betonte, dass die Seeblockade der iranischen Häfen bestehen bleiben werde, bis ein vollständig rechtsverbindliches Abkommen unterzeichnet ist. Darüber hinaus bremsen die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über das iranische Atomprogramm weiterhin übermäßigen Optimismus an den Märkten. Erwartungen von Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 könnten den Dollar zusätzlich stützen. Unter diesen Bedingungen wäre es sinnvoll, zunächst eine Bestätigung anhaltenden Kaufinteresses abzuwarten, bevor von der Ausbildung eines kurzfristigen Bodens beim Goldpreis in der Nähe von 4.450 US-Dollar die Rede sein kann – dem niedrigsten Stand seit Ende März, der in der vergangenen Woche verzeichnet wurde.
Aus technischer Sicht liegt der nächstgelegene Widerstand für Gold bei 4.600 US-Dollar, während ein starker Widerstand für die Bullen bei 4.450 US-Dollar auszumachen ist. Ein Ausbruch über diese Marke würde den Bullen zusätzlichen Auftrieb für weitere Kursgewinne geben. Die Unterstützung befindet sich am psychologisch wichtigen Niveau von 4.500 US-Dollar sowie bei 4.450 US-Dollar. Darunter würden die 200‑Tage‑SMA und die 200‑Tage‑EMA, die zu einer Linie konvergieren, zusätzliche Unterstützung bieten. Solange sich die Oszillatoren im negativen Bereich befinden, behalten die Bären den Vorteil.
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