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Das Währungspaar EUR/USD unternahm am Mittwoch einen weiteren Anlauf nach oben. Zur Erinnerung: Am Dienstag konnte der Euro seine Positionen nicht behaupten, und der Optimismus hinsichtlich einer Lösung des Konflikts im Nahen Osten verflog rasch aus den Köpfen der Händler. Am Mittwochabend meldete Donald Trump jedoch, dass der Konflikt sich seinem Ende nähere und die jüngste Verhandlungsrunde sehr produktiv gewesen sei. Nach Aussagen des US-Präsidenten habe sich der Iran mit den meisten Bedingungen Washingtons einverstanden erklärt. Diese Nachricht veranlasste die Händler dazu, ihre Stimmung bereits zum dritten Mal in dieser Woche zu ändern. Am Montag fiel der Dollar, am Dienstag legte er zu, und am Mittwoch gab er erneut nach. Wie wir sehen, ändert sich der geopolitische Hintergrund nahezu täglich, und der Markt orientiert sich nach wie vor in erster Linie an Einschätzungen und Informationen von Trump. So hat Teheran beispielsweise den Erfolg der Verhandlungen bisher noch nicht bestätigt. Entsprechend bleibt die Lage angespannt und äußerst instabil. Die Händler schenken dem makroökonomischen und fundamentalen Hintergrund weiterhin kaum Beachtung.
Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch zwei Kaufsignale generiert. Während der europäischen und der amerikanischen Handelssitzung prallte das Paar zweimal von der Zone 1,1584–1,1591 ab, was es unerfahrenen Tradern ermöglichte, Long-Positionen zu eröffnen. Obwohl der Euro beim ersten Versuch nicht weiter steigen konnte, kam ihm am Abend Trump zu Hilfe.
Im Stundenchart befindet sich der Euro nun schon seit einem ganzen Monat in einer Korrektur. Der US‑Dollar hat seinen Anstieg wieder aufgenommen, nachdem der Konflikt im Nahen Osten in der vergangenen Woche am Rand einer Eskalation stand. Dennoch rechnen wir weiterhin nicht mit einer anhaltenden Stärke des US‑Dollars. Der Markt ignoriert nach wie vor weitgehend Fundamentaldaten und Makroökonomie, während geopolitische Faktoren das Währungspaar EUR/USD nach oben und unten schwanken lassen.
Am Donnerstag können Einsteiger neue Short-Positionen mit Ziel 1,1584–1,1591 eröffnen, falls der Kurs von der Zone 1,1655–1,1666 nach unten abprallt. Neue Long-Positionen können bei einem Kursabprall von der Zone 1,1584–1,1591 mit Ziel 1,1655–1,1666 in Betracht gezogen werden.
Im 5‑Minuten‑Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Donnerstag werden in der Eurozone, in Deutschland und in den USA die Einkaufsmanagerindizes für den Mai veröffentlicht. Theoretisch könnten die europäischen Indizes eine leichte Marktreaktion auslösen, doch die ersten drei Tage der Woche haben gezeigt, dass sich die Trader weiterhin ausschließlich auf geopolitische Nachrichten konzentrieren.
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die beim Öffnen von Käufen oder Verkäufen als Kursziele oder als Signalquellen dienen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt werden sollte.
MACD‑Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung besonders vorsichtig gehandelt oder die Positionen sollten ganz geschlossen werden, um eine abrupte Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.
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