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Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Freitag fort, obwohl es dafür nur wenige triftige Gründe gab. Der Markt blieb jedoch auf die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten fokussiert; der Handel wurde die gesamte vergangene Woche über von diesem Faktor bestimmt. Nach der Meldung über ein erneutes Scheitern der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA am vergangenen Montag gab es keine weiteren Informationen. Mit anderen Worten: Die Gespräche zwischen Teheran und Washington liegen derzeit auf Eis, und die Konfliktparteien bedrohen sich weiterhin gegenseitig. Doch rechtfertigt ein Ereignis, das noch gar nicht eingetreten ist, eine ganze Woche mit Kursgewinnen der US‑Währung? Der Markt preist häufig viele Ereignisse im Voraus ein, weshalb uns der Anstieg des Dollars nicht überrascht. Aber wie lange will der Markt die US‑Währung noch kaufen? Und was, wenn der Konflikt sich gar nicht erneut entzündet?
Aus technischer Sicht hat sich ein neuer Abwärtstrend herausgebildet, dem jedoch eine Trendlinie fehlt, da es bislang nicht zwei Kursextreme gibt, um ihn zu definieren. Daher müssen sich Trader ausschließlich auf die Senkou‑Span‑B‑Linien stützen. Angesichts der Tatsache, dass der Rückgang des Paares in der vergangenen Woche zu 80 % „geopolitisch“ bedingt war, würde jede Umkehr dieses Faktors (die jederzeit eintreten kann) den Markt gegen den US‑Dollar aufbringen.
Im 5‑Minuten‑Zeitfenster bildeten sich am Freitag drei ideale Handelssignale. Vor Eröffnung der europäischen Handelssitzung prallte das Paar zunächst vom Bereich 1,1657–1,1666 nach unten ab, fiel anschließend in den Bereich 1,1615–1,1625, wo es ebenfalls nach oben drehte, und kehrte schließlich wieder in den Bereich 1,1657–1,1666 zurück, von dem es abermals abprallte. Damit konnten Trader am Freitag drei Positionen eröffnen, und in allen drei Fällen wurden die jeweiligen Zielzonen erreicht.
Im 4-Stunden-Chart war die Situation nach dem ICT-Trading-System am Freitag für Trader günstig. Ein Aufwärtstrend wurde gebrochen, und im Bereich 1,1718–1,1732 bildete sich ein bärisches FVG-Muster, dem – wie bereits zuvor von uns angekündigt – ein klares Verkaufssignal folgte. Daher konnten Trader einfach in den zuvor eröffneten Short-Positionen aus einem klar definierten POI-Bereich und im Einklang mit dem Trend bleiben. Am Freitag bildeten sich zudem neue bärische FVGs, die am Montag zu neuen Verkaufssignalen führen könnten. Das wichtigste FVG ist das nächstgelegene – es befindet sich im Bereich 1,1658–1,1667 und fällt nahezu mit dem Widerstandsbereich im Stundenchart zusammen.
Im Stundenchart setzt das Währungspaar EUR/USD die Ausbildung eines neuen Abwärtstrends fort. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, ohne Anzeichen einer Entspannung, und die Verhandlungen sind erneut ins Stocken geraten, was dem Dollar einen verhaltenen Auftrieb ermöglicht hat. In naher Zukunft werden die Bewegungen des Paares stark von der geopolitischen Situation abhängen. Bleiben neue Eskalationssignale im Nahen Osten aus, dürfte der Dollar beginnen, an Boden zu verlieren.
Für den 18. Mai heben wir die folgenden Handelsmarken hervor: 1,1362, 1,1426, 1,1542, 1,1615–1,1625, 1,1657–1,1666, 1,1750–1,1760, 1,1786, 1,1830–1,1837, 1,1907–1,1922, außerdem die Senkou-Span-B-Linie (1,1726) und die Kijun-sen (1,1703). Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Identifizierung von Handelssignalen berücksichtigt werden muss. Vergessen Sie nicht, den Stop-Loss auf den Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs um 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt. So schützen Sie sich vor möglichen Verlusten, falls sich das Signal als falsch erweist.
Am Montag stehen weder in der Europäischen Union noch in den USA wichtige Konjunktur- oder Nachrichtenereignisse auf dem Kalender; daher können Händler nur auf Meldungen aus dem Iran oder aus dem Weißen Haus hoffen. Wir gehen nicht davon aus, dass die US-Währung ohne negative Nachrichten zum Konflikt Iran–USA weiter an Stärke zulegen wird.
Heute können Händler neue Short-Positionen mit Ziel 1,1542 eröffnen, sofern sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1615–1,1625 festigt. Long-Positionen können im Falle einer Kurserholung (Bounce) von der Zone 1,1615–1,1625 eröffnet werden, mit Zielen bei 1,1657–1,1666 und 1,1703. Im 4-Stunden-Chart sollten Händler für neue Verkaufspositionen auf Signale im bärischen FVG warten.
*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.
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