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Die Nachfrage nach dem US‑Dollar nahm erst in der zweiten Tageshälfte zu und führte zu einer weiteren Abverkaufswelle bei Risikoanlagen. Weder die Äußerungen von Christine Lagarde noch die von Philip Lane bei der Europäischen Zentralbank halfen dem Euro, einen soliden Boden zu finden.
Der starke Anstieg des Inflationsdrucks, der sich in den April-Daten zum US Producer Price Index (PPI) widerspiegelte, war gestern der Haupttreiber für den Anstieg des Dollars. Händler, beunruhigt über die Aussicht weiterer Preisauftriebe, beeilten sich, ihre Erwartungen hinsichtlich der künftigen Politik der Federal Reserve anzupassen. Die kräftigen Inflationssignale erhöhten die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die hohen Zinsen länger beibehalten muss als bisher erwartet oder sogar eine weitere Anhebung in Erwägung zieht, falls sich der Inflationsausblick weiter eintrübt.
Heute beschränkt sich die europäische Datenlage auf die Zahlen zum Verbraucherpreisindex (CPI) Spaniens, die den Abwärtstrend des Euro voraussichtlich nicht wesentlich verändern werden. Analysten werden diesen Indikator genau beobachten, in der Hoffnung, Hinweise auf eine mögliche Entspannung des Inflationsdrucks zu finden. Die eingehenden Informationen deuten jedoch darauf hin, dass der Preisdruck unvermindert anhält. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die aktuelle Situation des Euro nicht nur von Inflationsdaten, sondern auch von geopolitischen Faktoren beeinflusst wird. Daher wäre es verfrüht, allein auf Grundlage eines Berichts zu den spanischen Verbraucherpreisen mit einer deutlichen Trendwende zu rechnen.
Beim Pfund steht in der ersten Tageshälfte eine Fülle wichtiger makroökonomischer Daten aus dem Vereinigten Königreich an, die den Wechselkurs der Landeswährung spürbar beeinflussen könnten. Analysten und Investoren richten ihr Augenmerk vor allem auf die Wachstumszahlen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für März und das erste Quartal dieses Jahres. Diese Daten liefern den umfassendsten Einblick in den Zustand der britischen Wirtschaft, ihr Wachstumstempo und das Potenzial für eine Abschwächung. Ergänzend dazu werden Zahlen zur Entwicklung der Industrieproduktion veröffentlicht. Dieser Indikator spiegelt die Lage im verarbeitenden Gewerbe wider, das eine bedeutende Rolle für die Wirtschaft des Landes spielt.
Beachtung findet auch die Handelsbilanz für Waren. Sie zeigt das Verhältnis von Exporten zu Importen; ein negativer Wert kann die Währung unter Druck setzen, da er darauf hindeutet, dass das Land mehr kauft als verkauft.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Volkswirte, ist es sinnvoller, mit der Mean‑Reversion‑Strategie zu agieren. Weichen die Daten deutlich nach oben oder unten von den Erwartungen ab, bietet sich eher die Momentum‑Strategie an.
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