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Das Währungspaar GBP/USD legte am Freitag den ganzen Tag über ebenfalls zu und machte die Verluste vom Vortag wieder wett. Zuvor war bekannt geworden, dass die USA und Iran erneut gegen die Bedingungen der Waffenruhe verstoßen hatten, was den Markt dazu veranlasste, vorsichtig einige sichere US-Dollar zu kaufen. Bis Freitag erklärten jedoch beide Konfliktparteien, dass das „kleine Missverständnis“ vom Donnerstag weder die Waffenruhe noch die Verhandlungen beeinträchtigen werde. Damit machte das Währungspaar GBP/USD die gesamten Verluste vom Donnerstag wieder gut.
Was den makroökonomischen Hintergrund betrifft, so lohnt eine Analyse im Moment nicht. Der Nonfarm Payrolls-Bericht, der lange Zeit zu den wichtigsten Veröffentlichungen für den Markt zählte, konnte bei den Tradern keinerlei Interesse wecken. Und es ist nicht nötig zu fragen „warum?“ oder nach irgendwelchen fantasievollen Erklärungen zu suchen. Der Markt ignoriert die Makroökonomie nun schon seit drei Monaten.
Im Stundenchart hält der Aufwärtstrend an. Der Kurs notiert über den Linien des Ichimoku-Indikators, aber es gibt keine Trendlinie. Der Kurs prallt häufig nach unten ab und reagiert dabei auf lokale geopolitische Ereignisse. Allein in der vergangenen Woche haben Iran und die USA jeweils zweimal gegen die Bedingungen der Waffenruhe verstoßen, was zu deutlichen Rückgängen geführt hat.
Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Freitag zwei Handelssignale. Zunächst prallte das Paar von der Senkou-Span-B-Linie ab, anschließend durchbrach es den Bereich von 1,3583–1,3588. In beiden Fällen konnten Trader Long-Positionen eröffnen. In beiden Fällen hätten sie Gewinne realisiert.
Auf dem 4-Stunden-Chart analysieren wir nach dem ICT-Trading-System. Der Wechselkurs des britischen Pfunds korreliert stark mit dem Euro, ähnlich wie der Preis von Ethereum mit Bitcoin. Daher sollten Muster und Signale aus EUR/USD stets berücksichtigt werden. So hat beispielsweise am 5. Mai der Euro ein Signal aus einem Order Block gebildet, während das britische Pfund dies nicht tat. Dennoch zeigten sowohl der Euro als auch das Pfund einen Anstieg. Der Trend im 4-Stunden-Zeitrahmen ist ebenfalls aufwärts gerichtet, und die CHOCH-Linie befindet sich bei 1,3511. Erst unterhalb dieses Niveaus kann der Aufwärtstrend als gebrochen angesehen werden. Bis dahin suchen wir ausschließlich nach Kaufsignalen. Das relevanteste Muster ist das „bullische“ FVG im Bereich von 1,3567–1,3598. Diese Zone dient zu Beginn der neuen Woche als POI für Käufe. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass verschiedene Ereignisse das technische Bild überlagern können (beispielsweise geopolitische Entwicklungen der letzten Monate). Daher ist es nach wie vor ratsam, Fundamentaldaten und geopolitische Faktoren nicht zu ignorieren. Die operative Strategie im 4-Stunden-Zeitrahmen für diese Woche besteht jedoch darin, auf die Ausbildung eines Signals im Bereich von 1,3567–1,3598 zu warten.
Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Aufwärtstrend fort, der jedoch hinfällig werden kann, wenn sich das britische Pfund unterhalb der Ichimoku-Linien stabilisiert. Der Einfluss der Geopolitik lässt weiter nach; der Markt schenkt den Nachrichten aus dem Nahen Osten weniger Beachtung, und der Dollar hat seine einzige nennenswerte Unterstützung verloren. Am Freitag halfen ihm selbst starke Nonfarm Payrolls nicht.
Für den 11. Mai bestimmen wir die folgenden wichtigen Marken: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3550) und die Kijun-sen (1,3577) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die prognostizierte Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Montag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse angesetzt, während in den USA lediglich ein zweitrangiger Bericht zu den Hausverkäufen veröffentlicht wird. Zudem gab es am Wochenende keine neuen Nachrichten aus dem Nahen Osten, sodass am Montag mit einem ruhigen Handel und geringer Volatilität zu rechnen ist.
Heute können Trader den Aufbau von Short-Positionen in Erwägung ziehen, falls der Kurs von der Zone 1,3671–1,3681 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3588. Long-Positionen können nach den am Freitag generierten Kaufsignalen weiter gehalten werden, mit Zielbereich 1,3671 bis 1,3681. Im 4-Stunden-Chart empfehlen wir, den Bereich 1,3567–1,3598 genau zu beobachten, in dem ein Kaufsignal entstehen kann.
*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.
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