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Gold (XAU/USD) setzt seine Erholung nach dem Erreichen eines monatlichen Tiefstands am Vortag fort und erreicht das Niveau von 4.650 USD. Der US-Dollar bleibt weiterhin schwach, doch könnte der Rückgang angesichts des stärkeren restriktiven Kurses der Federal Reserve sowie der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran begrenzt sein, was deutliche Gewinne des Edelmetalls begrenzt.
Wie erwartet hat die Federal Reserve den Leitzins unverändert im Korridor von 3,50 % bis 3,75 % belassen. Bemerkenswert ist, dass diese Entscheidung auf den höchsten Grad an Uneinigkeit seit 1992 stieß, da drei Ausschussmitglieder gegen einen weicheren Ton in der Erklärung stimmten. Auf der Pressekonferenz nach der Sitzung stellte der scheidende Fed-Vorsitzende Jerome Powell klar, dass sich die Diskussionen auf die Beibehaltung eines neutralen Tons konzentrierten und nicht auf die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen. Dennoch haben Händler ihre Erwartungen für zusätzliche geldpolitische Lockerungen im Jahr 2026 deutlich nach unten revidiert und preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 10 % für eine Zinserhöhung bis zum Jahresende ein.
Diese Entscheidung fällt in eine Phase stark steigender Energiepreise aufgrund des Konflikts, was die Inflationssorgen verstärkt und mit ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran zusammenfällt. In jüngsten Entwicklungen wies der US-Präsident Donald Trump den neuen Vorschlag Irans zur Beendigung des zweimonatigen Konflikts zurück und erklärte, es werde kein Friedensabkommen mit der Islamischen Republik geben, solange diese sich nicht zur Aufgabe ihres Atomprogramms bereiterkläre. Trump fügte hinzu, dass eine Seeblockade iranischer Häfen die Lieferstörungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus weiter verschärfe.
Diese Faktoren stützen weiterhin die Rolle des Dollars als Reservewährung und begrenzen damit das Aufwärtspotenzial für den Goldpreis. Dennoch hat das Währungspaar XAU/USD aktuell seine dreitägige Verlustserie beendet, auch wenn das derzeitige fundamentale Umfeld zu Vorsicht mahnt, bevor neue Long-Positionen eröffnet werden.
Händler sollten die anstehenden Konjunkturdaten aus den USA im Auge behalten, darunter die vorläufige BIP-Veröffentlichung für das erste Quartal sowie den Index der Personal Consumption Expenditures (PCE). Diese Daten, zusammen mit geldpolitischen Entscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank, dürften zusätzliche Volatilität in den Markt bringen.
Aus technischer Sicht haben die Bullen so lange nur begrenzte Chancen, wie die Oszillatoren negativ bleiben und Gold unterhalb der 20-Tage-SMA gehandelt wird. Erst ein Ausbruch über die 20-Tage-SMA würde den Bullen einen Vorteil verschaffen. Die nächste Unterstützung liegt bei 4.550 US-Dollar, doch falls der Preis die runde Marke von 4.500 US-Dollar nicht behaupten kann, könnte sich der Rückgang in Richtung der 200-Tage-EMA beschleunigen.
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