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Der britische Arbeitsmarktbericht wich in einigen Punkten deutlich von den Prognosen ab, löste jedoch dennoch keine spürbare Reaktion aus. Die Arbeitslosenquote sank kräftig von 5,2 % auf 4,9 %. Die Wachstumsrate der durchschnittlichen Löhne (einschließlich Boni) ging ebenfalls zurück, blieb jedoch über den Erwartungen und weiterhin auf einem hohen Niveau, was den bereits ausgeprägten Inflationsdruck zusätzlich verstärkt.
Nach einem schwachen Januar ist das Bruttoinlandsprodukt des Vereinigten Königreichs im Februar um beachtliche 0,5 % gestiegen, was insgesamt mit dem Anstieg der Unternehmensstimmung übereinstimmt. Da die Energiepreise im März jedoch deutlich angezogen haben, ist es wahrscheinlich, dass sich dieses Wachstum wieder verlangsamen wird, sich der Arbeitsmarkt weiter abschwächt und die Inflation länger als bislang angenommen auf einem hohen Niveau verharren wird.
Am Mittwoch wird der britische Verbraucherpreisindex (CPI) für März veröffentlicht. Es wird erwartet, dass die Jahresrate aufgrund gestiegener Energiepreise und möglicherweise einiger Lebensmittelpreise auf 3,3% anzieht, während die Bank of England pessimistischer ist und einen Anstieg auf 3,5% erwartet. Der Kernindex dürfte bei 3,2% verharren.
Fällt das Ergebnis näher an 3,5% aus, steigen die Chancen, dass die BoE vorerst keine weiteren Zinssenkungen vornimmt. Das würde dem Pfund zusätzlichen Auftrieb geben und seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Nach der Sitzung im März gingen die Markterwartungen noch von zwei weiteren Zinssenkungen aus – etwa im Juli und einer letzten Senkung Anfang 2027. Sollte die Inflation jedoch höher als erwartet ausfallen, wäre es schwierig, weitere Senkungen zu rechtfertigen, während andere Zentralbanken ihre Geldpolitik straffen.
Die spekulativen Positionierungen im GBP haben sich in der Berichtswoche kaum verändert; die Netto-Short-Position liegt bei 4,6 Milliarden Pfund, und der geschätzte faire Wert bewegt sich nach oben weg vom langfristigen Durchschnitt.
Das Pfund konnte die Welle des Optimismus nicht nutzen, da die Nachfrage nach Risiko, die die Anlegerstimmung nach der Waffenstillstandsankündigung deutlich bestimmte, nun klar nachlässt; die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien kommen nur schleppend voran. Vor einer Woche sahen wir einen möglichen bullischen Impuls in Richtung 1,3867 entstehen; diese Prognose bleibt gültig, jedoch wird die Bewegung erst dann wieder einsetzen, wenn deutliche Anzeichen für eine Abnahme der globalen Spannungen erkennbar werden. Andernfalls wird das Pfund in einer Seitwärtsrange verbleiben und auf mehr Klarheit warten.
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