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09.06.202610:32 Analytische Bewertungen Forex: EUR/USD Analyse – 9. Juni: Der Euro benötigt zusätzliche Unterstützung

Relevance up to 00:00 2026-06-10 UTC--4

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat einige Anpassungen erfahren. Es gibt nach wie vor keinen Anlass, den seit Januar letzten Jahres laufenden Aufwärtstrendabschnitt (im unteren Chart dargestellt) infrage zu stellen. Die aktuelle Trendstruktur hat jedoch inzwischen einen korrektiven Charakter angenommen. Im längerfristigen Bild kann sich Welle C ausbilden, deren Tief voraussichtlich unter dem Tief von Welle A liegen wird. Derzeit fällt es schwer, an einen derart deutlichen Rückgang des Euro zu glauben, doch das erste Quartal 2026 hat gezeigt, dass geopolitische Entwicklungen Markttrends grundlegend verändern können.

In der kleineren Zeitebene lässt sich eine klassische fünfwellige bärische Struktur erkennen. Nach Abschluss dieser Struktur könnte das Paar zu einer neuen Aufwärtswellen-Sequenz übergehen, und in der aktuellen Phase wirkt das Muster vollständig ausgebildet. Ein erneuter Anstieg vom Niveau 1,1513, das dem 76,4%-Fibonacci-Retracement entspricht, kann daher eine weitere Aufwertung des Euro unterstützen. Ohne Rückenwind durch geopolitische Faktoren und die EZB dürfte ein Anstieg des Euro jedoch begrenzt bleiben.

Das Währungspaar EUR/USD hat sich im Handelsverlauf am Montag nur wenig verändert, während die Volatilität verhalten blieb. Der Nachrichtenfluss war begrenzt, und die Marktteilnehmer fanden nur wenig Relevantes. Auch die heutige Sitzung könnte vergleichsweise ruhig verlaufen, da die Händler ihre Kräfte offenbar für Mittwoch und Donnerstag schonen.

Es ist zu beachten, dass morgen der US-Inflationsbericht für Mai veröffentlicht wird, während am Donnerstag die geldpolitische Sitzung der EZB sowie Äußerungen von Christine Lagarde anstehen. Was ist von diesen Ereignissen zu erwarten?

Der Ausblick für die US-Inflation ist relativ klar: Je höher der Wert ausfällt, desto stärker werden die Markterwartungen an eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve. Der Markt geht jedoch bereits davon aus, dass das FOMC die Zinsen in diesem Jahr anheben könnte. Dieser Faktor scheint somit weitgehend eingepreist zu sein. Infolgedessen ist es selbst bei einem starken Inflationswert eher unwahrscheinlich, dass der US-Dollar deutlich zulegt.

Sollte die Inflation hingegen nachlassen, könnte der Dollar angesichts der Zurückhaltung der Federal Reserve bei Zinserhöhungen an Unterstützung verlieren. Meiner Einschätzung nach dürfte der Verbraucherpreisindex-Bericht den Verkäufern in dieser Woche kaum nennenswerten zusätzlichen Rückenwind liefern.

Die EZB-Sitzung hingegen wird vom Markt derzeit weitgehend ignoriert. Die Marktteilnehmer konzentrieren sich auf eine mögliche Zinserhöhung der Federal Reserve und schenken der für Donnerstag erwarteten Zinserhöhung der EZB deutlich weniger Beachtung. Folglich dürfte der Faktor einer geldpolitischen Straffung im Euroraum noch nicht vollständig in den Kursen enthalten sein.

Trifft diese Einschätzung zu, könnte der Euro gegen Ende der Woche beginnen, einen neuen Aufwärtstrendabschnitt zu formen. Zunächst wäre diese Bewegung als korrektiv einzuordnen. Mit Unterstützung durch geopolitische Entwicklungen könnte sich daraus jedoch ein impulsiver Anstieg entwickeln. Aus meiner Sicht bleibt das aktuelle Verhältnis von Risiko zu potenzieller Rendite für das Eingehen von Long-Positionen attraktiv. Dennoch sollten Händler die Lage weiterhin aufmerksam verfolgen, da ein Scheitern der Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten zu einer erneuten Stärkung des US-Dollar führen könnte.

Exchange Rates 09.06.2026 analysis

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage der EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin in einem übergeordneten Aufwärtstrendabschnitt (im unteren Chart dargestellt) verbleibt, sich jedoch kurzfristig in einem Abwärtstrendabschnitt befindet, der bereits abgeschlossen sein könnte.

Meiner Ansicht nach bietet das aktuelle Umfeld eine angemessene Gelegenheit, Long-Positionen in Betracht zu ziehen. Der gescheiterte Versuch, das Niveau von 1,1513 – entsprechend dem 76,4%-Fibonacci-Retracement – nachhaltig zu unterschreiten, zusammen mit dem abgeschlossenen Erscheinungsbild der Abwärtstrendstruktur deutet darauf hin, dass das Paar in eine neue Aufwärtswellen-Sequenz übergehen könnte, mit Zielen im Bereich von 1,1700 und darüber.

Auf der höheren Zeitebene ist weiterhin ein Aufwärtstrendabschnitt erkennbar, auf den sich eine korrektive Wellenstruktur entwickelt. Kurzfristig wird die Ausbildung von Welle C mit Zielen in der Nähe von 1,1352 erwartet, was dem 38,2%-Fibonacci-Retracement entspricht. Nach Abschluss der A-B-C-Korrekturstruktur könnte ein neuer langfristiger Aufwärtstrend beginnen.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar erkennbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und werden häufig überarbeitet.
  2. Besteht keine ausreichende Sicherheit in Bezug auf die Marktsituation, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Absolute Gewissheit hinsichtlich der Marktrichtung gibt es nicht. Verwenden Sie stets schützende Stop-Loss-Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

*The market analysis posted here is meant to increase your awareness, but not to give instructions to make a trade.

Chin Zhao,
Analytical expert of InstaSpot
© 2007-2026
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